Bienen – wahre Nützlinge

Bienen sind unverzichtbar für das ökologische Gleichgewicht der Erde. Denn sie produzieren nicht nur köstlichen Honig, sondern übernehmen auch die wichtige Aufgabe der Bestäubung von Pflanzen – in unseren heimischen Gärten, aber natürlich auch auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. 

Ohne Bienen wäre die Welt ein Stück leerer und farbloser. Durch ihre Bestäubungsarbeit leisten die kleinen geflügelten Tierchen einen maßgeblichen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. Ohne sie wären viele Pflanzen in Wald und Flur bereits ausgestorben. Die Bestäubung trägt nämlich dazu bei, dass sich Blütenpflanzen selbst erhalten. Gleichzeitig sorgen sie aber auch für den Erhalt wildlebender Tiere. Denn Wildpflanzen und deren Früchte und Samen sind die Nahrungsgrundlage vieler Tierarten. Die Bestäubung der Bienen bringt aber noch einen weiteren großen Vorteil mit sich: einen vermehrten Fruchtansatz, eine volle Ausbildung von Früchten sowie eine verbesserte Qualität.

Reife Leistung

Neuesten Schätzungen zufolge werden von den 100 europäischen Pflanzenarten, die über 90 Prozent unserer Nahrungsgrundlage ausmachen, 71 von Bienen bestäubt. Hinzukommt, dass deren Ertrag bis zu fünfmal höher ist als bei anderen Nutzpflanzen, die ohne Insekten-Bestäubung auskommen. In unseren Breitengraden übernimmt die Westliche Honigbiene (apis mellifera) den Großteil dieser Schwerstarbeit. Ihr ist es also zu verdanken, dass wir viele Obst- und Gemüsesorten, aber auch Nüsse und Öle genießen können. Das macht die Biene zum drittwichtigsten Nutztier – gleich nach dem Rind und dem Schwein. Neben der so wichtigen Bestäubung unserer Nutzpflanzen  profitieren wir Menschen aber natürlich auch von den direkten Erzeugnissen der Bienen. Dazu zählen Honig, Blütenpollen, Bienenwachs, Gelée Royale und Propolis.

Bienen in Gefahr

Die schlechte Nachricht ist jedoch: der Bestand der Bienen ist seit Jahren gefährdet. So ist seit zehn bis 15 Jahren ein signifikanter Rückgang weltweit, auch in Österreich und Deutschland, zu beobachten. Die Gründe hierfür sind noch nicht vollständig geklärt. Als wichtigste Ursachen gelten: der Befall mit der Varroamilbe sowie Mangelernährung, Insektizide und die Gentechnologie. Du kannst den Bienen aber problemlos „unter die Flügel greifen“: mit einem bienenfreundlichen Naturgarten. Ein solcher bedeutet für die Tiere eine große Unterstützung!

Was schädliche Spritzmittel und Dünger angeht: bitte darauf verzichten – oder zumindest nur auf Bio setzen! Denn je mehr im Garten lebt, desto größer die Vielfalt.

Bienen helfen

Blüten sind der größte Anreiz für die Tierchen, dem heimischen Naturgarten einen Besuch abzustatten. Eine möglichst vielfältige und bunte Auswahl an Blüten gilt es also anzubieten. Ideal sind Glockenblumen, Hornklee, Margerite, Schafgarbe, Wiesensalbei, Wildrosen, Weide, Schlehe, Weißdorn, Lauch, Zwiebeln, Traubenhyazinthe, Lavendel, Thymian, Salbei, Steinkraut, Barbarakraut, Nachtviole. Wasserquellen wie Biotope oder Vogeltränken sollten ebenfalls vorhanden sein, denn sie bieten nötige Trinkstellen für Bienen. Büsche und Hecken bieten den Tierchen einen wichtigen Unterschlupf. Und mit Insektenhotels kannst du dazu beitragen, dass sich Bienen bei uns ansiedeln.

Und noch ein Tipp: Je seltener der Rasenmäher aus dem Keller geholt wird, desto mehr Blumen kommen auch zur Blüte. So kannst du den Tierchen, die so viel für uns tun, ein bisschen zurückgeben.

© RWA

Hättest du‘s gewusst?

  • An einem Tag verlässt die Biene bis zu 30 Mal ihren Bau und besucht bei einem Flug 200 bis 300 Blüten.
  • Für einen Liter Nektar muss die Biene etwa 40.000 Mal ausfliegen – das ergibt 500 Gramm Honig
  • Für ein Glas Honig mit 500 Gramm Inhalt sind die Bienen sage und schreibe 120.000 Kilometer geflogen und haben dabei circa. 12 Millionen Blüten bestäubt
  • Bei Stein- und Kernobst steigert die Bienenbestäubung den Fruchtertrag um bis zu 40 Prozent

Auch das LAGERHAUS hat sich dem Schutz der Bienen verschrieben. So gab es im März die Aktion „Fleißige Bienen zu vermieten“, wo du dir einen Bienenstock für zwei Monate in den eigenen Garten holen und so etwas Gutes für die Umwelt tun kannst. 5 kg Honig sind dir als Hobbyimker am Ende zudem sicher.

Mehr Nützlinge & Schädlinge

© Getty Images© Getty Images
,

Igel füttern

Igel sind auf zusätzliches Futter von uns Menschen prinzipiell nicht angewiesen. Für die stacheligen Tiere gibt es in der Natur genügend Nahrungsangebote. Es gibt aber Ausnahmen, wo sie unsere Unterstützung benötigen.
© RWA© RWA
, ,

Vogelfütterung

Damit dein Garten im Winter nicht wie ausgestorben ist, kannst du die Vögel, die auch während der kalten Jahreszeit bei uns bleiben, mit Futter verwöhnen. Hänge dafür ein paar Futterstellen auf und verwöhne deine gefiederten Freunde.
© RWA
, ,

Insektenhotel

Mit wenigen Handgriffen kannst du ein Hotel, ganz aus Holz, bauen. Allerdings nicht für dich, sondern für Insekten, Hummeln, Florfliegen und anderen Nützlingen. Ein sonniger Platz umgebend von blühende Pflanzen ist ideal.
© Getty Images© Getty Images
,

Igel füttern

Igel sind auf zusätzliches Futter von uns Menschen prinzipiell nicht angewiesen. Für die stacheligen Tiere gibt es in der Natur genügend Nahrungsangebote. Es gibt aber Ausnahmen, wo sie unsere Unterstützung benötigen.
© RWA© RWA
, ,

Vogelfütterung

Damit dein Garten im Winter nicht wie ausgestorben ist, kannst du die Vögel, die auch während der kalten Jahreszeit bei uns bleiben, mit Futter verwöhnen. Hänge dafür ein paar Futterstellen auf und verwöhne deine gefiederten Freunde.
© RWA
, ,

Insektenhotel

Mit wenigen Handgriffen kannst du ein Hotel, ganz aus Holz, bauen. Allerdings nicht für dich, sondern für Insekten, Hummeln, Florfliegen und anderen Nützlingen. Ein sonniger Platz umgebend von blühende Pflanzen ist ideal.