Erdbeer Vielfalt

Barfuß in den Garten oder auf die Terrasse hinaus und die roten Früchte direkt von der Pflanze naschen – was gibt es Schöneres? Erdbeeren machen einfach glücklich!

Ganz einfach köstliche Erdbeeren ernten!

Die Erdbeere (Fragaria vesca) zählt zu den beliebtesten Obstarten und konkurriert mit der Himbeere um den Titel der „Königin der Beeren“. Die Vorfahren unserer heutigen Kultur-Erdbeere sind die Chile-Erdbeere und die aus Amerika stammende Scharlach-Erdbeere. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden diese nach Frankreich gebracht, und um 1750 entstand aus einer Kreuzung der beiden Arten eine Hybride, die wegen ihres Aussehens und Geschmacks Ananas-Erdbeere genannt wurde. Erdbeeren gehören zur Familie der Rosengewächse und bilden eine Sammel-Nussfrucht aus. Auf dem roten Fruchtkörper sitzen kleine Nüsschen, die Samen.

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Reiches Sortenangebot

Wenn auch du dich auf Erdbeeren aus eigener Ernte freuen möchtest, kannst du aus einem reichen Sortenangebot wählen:

  • Bei den bekannten Garten- oder Ananas-Erdbeeren (Fragaria x ananassa) ist die Vielfalt besonders groß. Unter den einmaltragenden Sorten kannst du zwischen frühen Sorten wie ´Senga Sengana` und ´Elvira` sowie späten Sorten wie ´Polka`, ´Evita` und ´Mieze Schindler` wählen. Mehrmals tragende Sorten wie ´Ostara`, ´Sweatheart` und ´Mara de Bois` tragen kleinere, sehr aromatische Früchte. Wenn du mehrere Sorten anbaust, z.B. ´Kent`, ´Senga Sengana`, ´Ostara` und ´Polka`, kannst du über eine lange Zeitspanne ernten.
  • Monats-Erdbeeren (Fragaria vesca var. semperflorens) stammen von der heimischen Walderdbeere ab, die Früchte schmecken aromatisch süß und können von Juni bis September geerntet werden. Sie eignen sich auch als Weg- oder Beeteinfassung. Eine sehr empfehlenswerte Sorte ist z. B. ´Alexandria`.
  • Hänge-Erdbeeren kannst du in der Blumenampel oder im Balkonkistchen ziehen. Sie sind sogar mit Halbschatten zufrieden. Bei der Bepflanzung solltest du darauf achten, dass die rund 50 cm langen Triebe frei in der Luft hängen können. Sortentipps sind z. B. ´Diamant` und ´Elan`.
  • Kletter-Erdbeeren bilden viele starke Ranken, die du an einer Kletterhilfe aufbinden kannst. Pro Topf ist eine Pflanze ausreichend. Sortentipps sind ´Mountainstar` und ´Hummi`.
  • Wenn du magst, kannst du dir sogar eine Erdbeerwiese anlegen, und zwar mit Vescana-Erdbeeren, einer Kreuzung aus Garten- und Walderdbeere. Diese bodendeckenden Erdbeeren wachsen bald zu einer kleinen „Wiese“ zusammen.

Genuss mit Geschmack

Man muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn man dem Duft und Geschmack reifer Erdbeeren nicht widerstehen kann: Mit reichlich Vitamin C und Mineralstoffen sind sie ein wichtiger Nährstofflieferant bei gleichzeitig geringer Kalorienzufuhr. Den intensiven Erdbeergeschmack gibt es aber nur, wenn du die Früchte in vollreifem Zustand pflückst, denn Erdbeeren reifen nicht nach.

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Erdbeeren für Allergiker

Du verträgst rote Erdbeeren nicht gut? Weißfrüchtige Erdbeersorten sind seit dem 18. Jahrhundert bekannt und können für Erdbeer-Allergiker eine Alternative sein, da die Proteine, die eine Allergie auslösen, mit der roten Farbe zusammenhängen. Empfehlenswerte Sorten sind z.B. die Walderbeeren ´Blanc Ameliore` und ´Fructo Alba` sowie die Monats-Erdbeeren ´Weiße Solemacher`, ´Weiße von Ogens` und ´Tubby White`.

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So klappt der Anbau

Erdbeerpflanzen brauchen einen sonnigen Standort, damit die Früchte gut ausreifen, sowie lockeren, humusreichen Boden. Als Vorkultur kannst du Gemüsearten mit kurzer Kulturdauer, z.B. Salate, Erbsen und Radieschen, anbauen, ehe die Erdbeerpflanzen, die dann im nächsten Jahr Früchte tragen, aufs Beet kommen. Gute Mischkulturpartner sind etwa Petersilie, Spinat, Radieschen, Zwiebeln. Die optimale Pflanzzeit für die meisten Sorten ist Juli und August, für Monats-Erdbeeren der Mai. Der Pflanzabstand in der Reihe beträgt 25 bis 30 cm, der Reihenabstand 40 cm.

Am besten pflanzt du Erdbeeren in mit Kompost vermischte Gartenerde und möglichst weder zu hoch noch zu tief. Die Herzknospe in der Mitte der Pflanze soll dabei knapp über der Erde bleiben. Unterlege die Pflanzen während der Blüte mit Stroh, das verhindert ein Verschmutzen der Früchte und verringert die Gefahr von Grauschimmel.

Nach dem Auspflanzen, bei der Ausbildung der Blütenknospen im Herbst und ab der Blüte im Frühjahr bis zur Ernte im Frühsommer gießt du immer direkt zu den Wurzeln, denn zu viel Feuchtigkeit führt leicht zu Schimmelbefall.

Unmittelbar nach der Ernte musst du die Pflanzen etwas zurückschneiden und mit Hornspänen und Kompost düngen – damit es auch im nächsten Jahr viele köstliche Früchte gibt. Besonders wichtig: Länger als zwei bis maximal drei Jahre sollten deine Erdbeerpflanzen nicht am selben Standort bleiben. Der Boden wird sonst ausgelaugt, die Erntemengen lassen deutlich nach und die Gefahr von Erdbeerschädlingen und -krankheiten steigt.

Erdbeeren vermehren

Erdbeeren treiben Ausläufer und bilden Kindel. Im Juli/August kannst du neben der Mutterpflanze kleine Tontöpfe in die Erde versenken und die Kindeln hinein setzen ohne sie abzutrennen. Erst im Spätsommer trennst du die Kindel ab und pflanzt die jungen Pflanzen aus. Nach einigen Jahren Vermehrung solltest du aber trotzdem neue Pflanzen kaufen, da sich dabei die typischen Sorteneigenschaften abbauen.

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Erdbeeren in Balkonkistchen und Töpfen

Das hat viele Vorteile: Die Pflanzen lassen sich so an der sonnigsten Stelle platzieren, sind immer in Griffweite und auch vor Schnecken sicherer. Fast alle Gartensorten eignen sich auch für Balkonkästen, Blumenampeln und Schalen. Erdbeeren in Töpfen und Kistchen brauchen besonders viel Wasser und Nährstoffe, wenn sie Blüten und Früchte bilden, dafür gibt es auch spezielle Beerendünger.

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Den Schnecken vorbeugen

Leider sind auch Nacktschnecken große Erdbeerfans. Die wichtigste Maßnahme ist ihre Bekämpfung schon zu Frühlingsbeginn, so dass man Schneckenkorn schon früh im Jahr einsetzt und rechtzeitig nachstreut. Wenn du die erste Schneckengeneration nach der Überwinterung bekämpfst, hast du das ganze Jahr lang weniger Probleme. Verwende aber nur umweltfreundliche Schneckenmittel auf Basis von Eisen-III-Phosphat. Dieser Wirkstoff ist ein natürliches Mineral, das im Boden durch Mikroorganismen und organische Säuren in die für Pflanzen wichtigen Nährsalze Eisen und Phosphat umgewandelt wird. Es schont Pflanzen, Wild- und Haustiere und ist außerdem sehr regenfest.

Erdbeeren überwintern

Erdbeeren im Gartenbeet sind frostfest und kommen gut durch den Winter. Es genügt, wenn du im Herbst mit der Gartenschere Seitenzweige und Ausläufer abschneidest, ohne das Herz der Pflanzen zu verletzen.

Erdbeeren im Topf schneidest du ebenfalls zurück und stellst sie dann an eine Hauswand, wo sie vor Regen und Wind geschützt sind. Unter den Topf legst du eine isolierende Unterlage aus Styropor oder Holz, damit er nicht von unten durchfriert. Die Pflanzen deckst du mit etwas Reisig, Laub oder Stroh ab. An frostfreien Tagen gießt du sie von Zeit zu Zeit, aber nur sehr wenig.

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