Gemüse konservieren

Frisches, saftiges Gemüse schmeckt köstlich und ist gesund. Leider wird vieles gleichzeitig reif und du kannst zwar alles auf einmal ernten, aber nicht alles auf einmal verzehren. Was tun mit dem Gemüse? Lege dir einen gesunden Wintervorrat  an. Das Konservieren von Gemüse ist gar nicht so schwer. Wir zeigen dir, wie’s geht.

Gemüse und Kräuter haltbar machen

Das Wichtigste beim Einkochen oder Konservieren ist, dass das Gemüse einwandfrei sein muss. Es darf weder matschig, noch überreif und schon gar nicht angefault sein. Die Rechnung würdest du spätestens dann präsentiert bekommen, wenn du dir das eingelagerte Gemüse aus dem Keller holst und es nicht mehr genießbar ist.

Gemüse auf verschiedene Arten haltbar machen

  • einfrieren
  • einlegen
  • trocknen
  • lagern
  • einkochen

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Einfrieren

Einfrieren ist natürlich die schnellste Art, Gemüse länger haltbar zu machen. Du benötigst dafür nur einen dementsprechend großen Tiefkühler.

Bevor du Kräuter einfrierst, solltest du sie bündeln und ca. 3 Tage lange an einem schattigen warmen Ort aufhängen. Dann  klein hacken, in Eiswürfelbehälter füllen und einfrieren. Du hast dann die Kräuter immer portionsweise zur Verfügung.

Nicht nur Kräuter, sondern auch Karotten, Spinat, Kohlrabi, Bohnen oder Erbsen sind hervorragend zum Einfrieren geeignet. Wasche das Gemüse, trockne es gut ab und friere es portionsweise in kleinen Behälter oder Säckchen ein.

Einlegen

Das Einlegen von Zucchini, Gurke, Pfefferoni, Gurkerl, Paprika und Zwiebel erfolgt meistens in Weißweinessig oder Kräuteressig mit mindestens 5 % Essigsäure. Du kannst dafür auch fertigen Einlegeessig verwenden.

Prinzipiell kannst du alle Gemüsesorten verwenden, die du auch als Salat verzehren würdest. Ausgenommen sind natürlich Salatblätter.

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Einlagern

Wenn du rohes Wurzelgemüse (z.B. Karotten, Kohlrabi, Rote Rüben oder Sellerie) einlagerst, dann gib es in eine mit Sand befüllte Holzkiste. Lege das Gemüse Schicht für Schicht hinein und lagere es in einem kühlen, dunklen Raum oder im Keller. Der beste Ort zum Einlagern wäre natürlich ein dick gemauerter, alter Keller mit Lehmboden. Die sogenannten Erdkeller haben das ganze Jahr konstante Temperaturen zwischen 5 und 10° C und eine optimalen Luftfeuchtigkeit von mindestens 80 %.

Du kannst auch Gemüse aufhängen. Dafür eignen sich Kohlarten. Entferne die äußeren Blätter und hänge sie am Strung auf. Der Lagerplatz sollte ein gut temperierter Ort sein.

Tipp: Wenn du das Gemüse abends an trockenen Tagen erntest, dann bleibt der Geschmack besonders intensiv. Der optimale Tag, um das Wurzelgemüse zu ernten, ist, laut Mondkalender, der Wurzeltag im absteigenden Mond.

Trocknen

Tomaten kannst du auch an der frischen Luft trocknen (5 – 6 Tage, immer tagsüber im Freien bei Sonnenschein trocknen lassen), im Backrohr (ca. 50° C, mind. 8 Stunden) oder im Dörrapparat (ca. 10 Stunden).

Auch Gurken, Zucchini, Pilze oder Paprika kannst du trocknen lassen.

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Einkochen

Beim Einkochen kommt das gewaschene Gemüse roh ins Glas. Klingt skurril, ist aber so, denn die gefüllten und geschlossenen Gläser gibst du in einen mit Wasser gefüllten Kochtopf. Jetzt erst werden die Gläser im Wasser erhitzt, also eingekocht bzw. konserviert. Durch das anschließende Abkühlen der Gläser entsteht ein Vakuum. Das eingekochte Gemüse ist dadurch mehrere Monate haltbar. Beim Öffnen der Gläser sollte dann ein „Plopp“ zu hören sein.

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit dein Gemüse einzukochen: Indem du das Gemüse vorher kochst. Daher wahrscheinlich der Name „einkochen“. Beim Tomatenmark werden z.B. die Tomaten vorher gekocht, püriert, gewürzt und dann in sterile Gläser gefüllt.

Gläser sterilisieren

Wenn du Gemüse einkochst, dann benötigst du sterile Gläser. Es gibt mehrere Methoden, wie du Gläser steril bekommst:

Die Gläser abkochen und umgestürzt zum Trocknen auf ein sauberes Geschirrtuch legen. Verwende am besten die klassischen glatten Geschirrtücher aus Baumwolle oder Baumwolle/Leinen-Gemisch. Frottee-Geschirrtücher sind dafür nicht geeignet, da sie doch ein bisschen fasern.

Du kannst die Gläser auch mit einem hochprozentigen Alkohol auswaschen und dann auf ein Geschirrtuch stürzen.

Sogar im Backofen bekommst du Gläser steril. Wasche die Gläser heiß aus und stelle sie bei 140° C für 10 Minuten ins Rohr.

Vergiss nicht auf die Deckel, denn die müssen natürlich auch steril sein.

Gläser befüllen

Das fertig pürierte Gemüse kannst du sofort in die Gläser füllen. Lass bitte 2 cm Abstand zum oberen Rand. Dann schraubst du die Gläser zu und stellst sie kopfüber für ca. 10 min ab. Das hat den Sinn, dass es zu einem Vakuum kommt und den Inhalt haltbar macht – ganz ohne Konservierungsmittel.

Marmelade einkochen

Kurz erwähnt, weil Marmelade einkochen zu der beliebtesten Art des Konservierens zählt, aber mehr darüber im Artikel „Marmelade einkochen“.

Voraussetzung für eine gute Marmelade ist einwandfreies Obst. Zucker, egal ob Gelierzucker oder Industriezucker, ist für die Konservierung extrem wichtig. Möchtest du die Marmelade nicht zu süß haben, dann kannst du auch Zitronensäure verwenden

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Rezepte zum Haltbarmachen

Auf Kostbarmacher gibt es viele köstliche und schnelle Rezepte zum Nachmachen. Probier’s einfach aus:

Tomatetensugo, Spinat-Parmesan-Pesto, Paradeiser-Chutney, eingelegtes Gemüse und Rucola-Pesto.

Tipp: Lagere Gemüse nie in der Nähe von Obst, denn Obst verströmt das Gas Ethylen und machen das Gemüse weich und ungenießbar.

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Weitere DIY-Videos

Auf unserem Lagerhaus Youtube-Channel findest du viele weitere Inspirationen für deinen Garten oder Balkon.

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