Gemüseernte

Die Erntezeit ist in vollem Gange. Bohnen, Gurken, Melanzani, Chili und Tomaten sind schon reif, das Wurzelgemüse hat sich im Beet prächtig entwickelt und die Kürbisse legen in der Sonne noch an Größe zu. Bei schönem Wetter machen wir uns ans Ernten, denn schließlich soll kein Stück verloren gehen, das wir den Sommer über gehegt und gepflegt haben.

Was ist schon reif?

Der beste Pflückzeitpunkt für Tomaten ist zwei bis drei Tage, nachdem sich die Haut sortentypisch rot, orange oder gelb verfärbt hat. Die „Sollbruchstelle“, erkennbar an einem kleinen, verdickten Knick über dem Fruchtansatz, löst sich leicht.

Grüne Tomatensorten sind dann richtig reif, wenn die Früchte auf Druck leicht nachgeben und sich am Stielansatz orange oder gelb verfärben. Zum frisch Verspeisen lagerst du die Früchte bei Zimmertemperatur, im Kühlschrank verlieren sie schnell an Geschmack.

Zucchini im Gemüsebeet

Auch kannst du Chilis wie Tomaten ab Juli/August bis in den Oktober hinein ernten.

Kürbisse und Zucchini, die gelagert werden sollen, lässt du voll ausreifen. Dazu legst du einen Stein unter die Früchte, damit sie trocken bleiben und nicht zu faulen beginnen.

Kartoffeln holst du mit einer Grabgabel vorsichtig aus der Erde und legst sie zum Trocknen auf, bevor sie in luftigen Kisten im Keller eingelagert werden.

Geerntetes Wurzelgemüse wie Karotten, Knollensellerie und Rote Rüben ist besonders empfindlich gegen trockene Luft und wird am besten in leicht feuchten Sand eingeschlagen.

Zwiebeln lässt du nach der Ernte einige sonnige Tage lang trocknen und flichtst Zöpfe daraus, die du aufhängen kannst. Als typisches Blattgemüse musst du Mangold nach der Ernte möglichst bald verspeisen. Selbst im Kühlschrank hält er sich – in ein feuchtes Geschirrtuch eingeschlagen – nur zwei Tage.

Unser Tipp: Ernte Gemüse für die Lagerung möglichst schonend, denn an den verletzten Stellen beginnt es leicht zu faulen. Besser an trockenen Tagen ernten und nicht waschen, denn Feuchtigkeit fördert Schimmel und Fäulnis!

© Getty Images
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Wo lagern?

Der Keller ist eine gute Lagermöglichkeit für Gemüse, wenn er etwa 10 °C nicht überschreitet und eine hohe Luftfeuchtigkeit gegeben ist. Durch aufgestellte Wasserbehälter kannst du die Luftfeuchtigkeit etwas steigern, regelmäßiges Lüften ist ebenfalls wichtig. Gute Voraussetzungen findest du in kühlen Dachbodenkammern, unbeheizten Fluren und frostfreien Schuppen.

Gelagert wird das Erntegut am besten in stapelbaren, luftdurchlässigen Kisten. Das Gemüse sollte nicht zu eng liegen. Lagere Gemüse nie zusammen mit Äpfeln, denn diese geben das Reifegases Ethylen ab, wodurch auch das Gemüse zu schnell nachreift.

Gemüse konservieren

Durch Erhitzen wird Obst und Gemüse keimfrei und ist somit einige Monate lang haltbar. Das gilt aber nur, wenn die Flaschen und Gläser, Verschlüsse und Deckel absolut sauber sind!

Beim Einkochen und Einlegen werden die Zutaten gekocht und die Mikroorganismen dabei durch die Hitze abgetötet. Diese Entdeckung machte einst Luis Pasteur, ein Chemiker, und es entstand der Begriff „pasteurisieren“.

© RWA
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Das Einlegen in Salz wird seit Jahrtausenden zur Konservierung verwendet. Wie auch Zucker bindet Salz Wasser, das dann den Mikroorganismen nicht mehr zur Verfügung steht. Tomaten lassen sich in einer Essig-Zucker Lösung einlegen, die mit Basilikum und Senfkörnern verfeinert wird.

Auch beim Einlegen in Öl und Essig haben Keime in Öl keine Möglichkeit, sich zu vermehren. Nicht nur Kräuter lassen sich auf diese Weise einlegen, sondern auch Gemüse, Zwiebeln, Paprika, Pfefferoni und Kraut. Probier es aus – der Aufwand lohnt sich sicher und so hast du auch immer ein paar köstliche Mitbringsel in der Vorratskammer.

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