Guter oder schlechter Nachbar?

So wie bei den Menschen gibt es auch im Reich der Pflanzen gute Nachbarn und solche, die weniger gut zueinander passen. Oft zeigt uns die Natur bereits, was gut und was nicht so gut zusammenpasst. Hier findet man oft Gewächse oder Pflanzen nebeneinander, die sich auch hervorragend ergänzen. In unseren Gärten und Gemüsebeeten streben wir so eine harmonische Pflanzengemeinschaft an.

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Gemeinsam stark!

Wenn du dein Gemüse und deine Kräuter aber nach dem Prinzip der Mischkultur anbaust, machst du dir zunutze, dass sich manche Pflanzen gegenseitig unterstützen.

Das Wissen um die Mischkultur ist keine Errungenschaft unserer Zeit, es reicht vielmehr Jahrhunderte zurück bis in die alten Kloster- und Bauerngärten. Schon dort war es üblich, Gemüse, Kräuter und Blumen gemischt zu pflanzen – das aber keineswegs zufällig. Aus langer Erfahrung wusste man, welche Pflanzen einander gut tun.

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Vielfalt bringt´s!

Wo viele verschiedene Pflanzenarten nebeneinander wachsen, haben Krankheiten und Schädlinge nur geringe Chancen, sich auszubreiten. Die Karottenfliege mag Zwiebelgeruch nicht – pflanz daher Karotten zwischen die Zwiebeln.

Knoblauch schützt generell vor Pilzkrankheiten, besonders Tomaten, Gurken und Erdbeeren. Tomaten halten Kohlweißlinge vom Kohl fern, dieser wiederum wirkt bei den Tomaten gegen die Blattfleckenkrankheit und bei Sellerie gegen Rost.

Säe Karotten zwischen den Salat!

Bis zu einem Drittel der Nährstoffe werden durch Regen- und Gießwasser in tiefere Schichten ausgewaschen. Durch verschiedene Wurzeltiefen findet aber das gesamte Nährstoffangebot im Boden Verwendung, daher ergänzen sich Tiefwurzler und Flachwurzler prächtig. Flachwurzler sind z.B. Salat, Gurken und Radieschen, zu den Tiefwurzlern zählen etwa Karotten, Hülsenfrüchte und Tomaten.

Wegen der unterschiedlichen Wuchsform der Wurzeln stören die langen Karottenwurzeln und die flachen Wurzeln des Salates einander nicht bei der Nahrungsaufnahme; die Nährstoffe werden optimal genutzt. Die großen Blätter des Salates spenden außerdem Schatten, sodass die Erde an der Oberfläche nicht sofort austrocknet. So steht der Karotten-Aussaat mehr Feuchtigkeit zur Verfügung.

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Den Boden bleibt fit!

Gut geplante Mischkultur vermeidet unbedeckten Boden. Dein Gartenboden bleibt feucht, gut durchlüftet und krümelig. Wenn du hingegen an einer Stelle jahrelang die gleiche Kultur anbaust, wird der Boden einseitig ausgelaugt. Überall da jedoch, wo mehrere Arten miteinander wachsen dürfen, ist diese Gefahr gebannt und du beugst Bodenmüdigkeit vor.

Es wächst einfach besser!

Kamille und Porree, Dill und Erbsen, Erdbeeren und Knoblauch sind nur drei Beispiele für Pflanzenkombinationen, die einander im Wachstum fördern. Es gibt aber auch Nachbarschaftsverhältnisse, die du vermeiden solltest: Salat und Petersilie, Tomaten und Erbsen, Schnittlauch und Porree, Erbsen und Karotten.

Schön geordnet oder bunt durcheinander?

Vorbild für die Mischkultur ist die Natur, auch dort wächst alles kunterbunt durcheinander. Ob du nun innerhalb einer Gemüsereihe die Arten mischt oder aber nur verschiedene Reihen setzt, spielt dabei keine Rolle.

Das Ergebnis bleibt gleich: Verschiedene Pflanzen stehen beisammen und fördern einander. Auch Zier- bzw. Kräutergarten und Gemüsebeet müssen und sollen nicht streng getrennt werden.

Erfolgreich abgewehrt!

Ein gutes Beispiel ist die Ringelblume, die Nematoden und Drahtwürmer von Kartoffeln fernhält. Man kann sie sogar als Abwehrpflanze bezeichnen. Sie produziert besondere Wurzelausscheidungen, die im Boden lebende Schädlinge vertreiben.

Du kannst sie in Gruppen zwischen gefährdete Pflanzen säen. Drahtwürmer sind die Larven der Schnellkäfer. Sie ernähren sich zunächst von toten Pflanzenteilen, im weiteren Verlauf zunehmend auch von lebendigen Pflanzen. Nicht nur Kartoffeln, sondern auch Wurzelgemüse, Kohl, Karotten, Sellerie und Zwiebeln und andere sind gefährdet.

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