Kohlrabi spät pflanzen

Du möchtest Gemüse so bald wie möglich ernten? Für die Späternte kannst du Kohlrabi jetzt pflanzen. Nach 8 – 12 Wochen gibt’s die ersten Ergebnisse. Die vitaminreichen Knollen sind ein pflegeleichtes Gemüse. Nach der Ernte kannst du sie roh, gekocht und eingelegt essen oder einfrieren.

Kohlrabi-Setzlinge anbauen

Bis Anfang August kannst du die Kohlrabi-Setzlinge pflanzen. Die Gemüse-Pflänzchen benötigen einen humusreichen Boden und eignen sich daher sehr gut für Mischkulturen im Beet. Bevorzugte Nachbarn sind: Mangold, Buschbohnen, Spinat, Radieschen oder Erbsen. Achte auf den Pflanzenabstand von ca. 30 – 40 cm, damit sich der Kohlrabi kräftig entwickeln kann. Grabe Kohlrabi-Setzlinge so tief ein, dass die ersten Blätter nur knapp über der Erde zu sehen sind. Der Stängel unterhalb des Blattes soll dadurch noch wurzeln können.

Kohlrabi sind 2-jährige Pflanzen: Im ersten Jahr kannst du das Gemüse ernten und im 2. Jahr gibt‘s Samen aus der Blüte. Da es nicht sicher ist, ob aus den Samen eine reine Sorte nachkommt, kannst du das Gemüse samt den Wurzeln nach der Ernte ausgraben. Der Boden benötigt vom Kohlrabi eine 4-jährige Erholungsphase. In der Anbaupause für Kohlrabi kannst du jedes anderes Gemüse säen oder auspflanzen.

Erde im Garten © GettyImages
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Wässern und düngen

Der Kohlrabi benötigt regelmäßige Wassergaben. Trocknet der Boden aus oder wird zu viel gegossen, dann wächst er unregelmäßig. Vor allem bei Trockenheit platzen die Knollen auf und werden holzig. Bedecke den Boden mit Mulch. Das schützt den Boden vor Austrocknung und Unkraut.

Arbeite bereits im Herbst Bio-Kompost in den Boden ein. Eine ideale Voraussetzung für die Setzlinge im Frühjahr. Während des Wachstums benötigt das Gemüse keine große Düngerzufuhr. Streue ab und zu Bio-Gemüsedünger von Immergrün. Das kräftigt die Pflanze und verbessert den Ernteertrag.

Schädlingen vorbeugen

Vorbeugen ist besser als heilen. Das gilt auch bei Pflanzen. Damit Schädlinge kaum bis wenig Chancen haben dein Gemüse zu zerstören, kannst du folgendes tun:

  • Schädlingsschutznetz anbringen
  • regelmäßig gießen
  • Beete immer wieder von Unkräutern befreien
  • Achte auf Mischkultur, zu viele Kohlgemüse nebeneinander begünstigen den Schädlingsbefall
  • Nährstoffe zuführen (z.B. Bio-Gemüsedünger, Ackerschachtelhalm, Effektive Mikroorganismen – erhältlich in deinem Lagerhaus und im Lagerhaus Online Shop)

 

Welche Schädlinge befallen den Kohlrabi?

  • Der Schädling Kohlweißling legt seine Eier auf der Blattunterseite ab. Sammle die Eier und zerdrücke sie. Vergiss nicht, Handschuhe anzuziehen. Sind schon Raupen zu sehen, dann sammle auch diese ein.
  • Erdflöhe sind kleine schwarze Käfer, befallen Blätter und durchlöchern sie. Daher kannst du sofort erkennen, welche Schädlinge deine Pflanzen befallen haben und gleich handeln.
  • Weiße Fliegen sind ca. 2 mm groß bzw. klein und treten in Schwärmen auf. Sie saugen die Blätter regelrecht aus. Geschickt getarnt sitzen sie an der Blattunterseite. In weiterer Folge sieht man auch auf der Blattoberseite Spuren der Weißen Fliegen, denn die Oberfläche ist mit klebrigem Honigtau überzogen. Dadurch werden Pilzkrankheiten hervorgerufen, infolge verwelken die Blätter und sterben ab.
Verschiedene Pflanz- und Bodenhilfsstoffe
Kohlrabi im Beet © GettyImages

Kohlrabi rechtzeitig ernten

Wurden deine Kohlrabis von Schädlingen verschont bzw. konntest du die Pflanzen vor weiteren Folgeschäden retten, dann folgt die Ernte. Sobald die Knolle die Größe eines Tennisballes (gilt für kleinknollige Arten) erreicht hat, solltest du den Kohlrabi ernten. Lässt du das Gemüse länger stehen, wird es zwar größer, aber möglicherweise auch holzig. Schneide die Knolle mit einem scharfen Messer bodennah ab.

Jede Menge Kohlrabi geerntet

Die Freude ist groß. Die Ernte auch. So gesund Kohlrabi auch ist, aber 3 Mal am Tag Kohlrabi essen, ist selbst für den größten Gemüseliebhaber zu viel. Das Gemüse lässt sich vielfältig verarbeiten. Von der Knolle (Kohlrabi immer schälen) bis zu den Blättern kannst du alles essen. Der Vitamin C-Spender schmeckt sowohl roh, in Salaten, gegrillt, als Suppe oder gedünstet als Beilage. Auch als Auflauf- oder Eintopfeinlage lässt er sich bestens verarbeiten. Kohlrabi, gefüllt mit Faschiertem oder Gemüse, ist eine Speise, die sowohl im Winter wie auch im Sommer gerne gegessen wird. Im Kühlschrank kannst du das Gemüse bis zu einer Woche aufheben, im Tiefkühler mehrere Monate. Hast du einen kühlen und frostfreien Ort zur Verfügung, dann grabe den Kohlrabi in eine Kiste mit Sand ein. Dort hält er sich einige Monate lang.

Blätter und Stiele verwenden

Vor allem wenn der Kohlrabi aus dem eigenen Garten geerntet wird, kann man Blätter und Stiele essen. Vorausgesetzt natürlich, dass du vom Anbau bis zur Ernte biologisch gearbeitet hast. Die gewaschenen Blätter kannst du als Salat verarbeiten und die Stiele in diverse Dips tauchen und essen. Übrigens: Blätter enthalten 10 Mal mehr Eisen als die Knolle. Der Gehalt bei Calcium ist gleich 100-fach so hoch. Selbst der Vitamin C-Gehalt verdoppelt sich bei den Blättern gegenüber der Knolle. Der Kohlrabi sollte daher in keinem Gemüsebeet fehlen.

Kohlrabi auf einem Brett © GettyImages

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