Herbstschnitt

Bevor sich Bäume und Sträucher in Winterruhe begeben, solltest du ihnen noch einen Herbstschnitt verpassen. Schneide aber nicht einfach drauflos, denn während Hecken einen kräftigen Rückschnitt  benötigen, wird bei manchen Gehölzen nur wenig gekürzt. Mit einer kleinen Schnittanleitung kann fast nichts mehr schief gehen. Probier‘s einfach aus.

Welchen Schnitt braucht deine Pflanze?

Bevor du zum Werkzeug greifst, solltest du wissen, dass es verschiedene Schnittformen gibt: z.B. den Pflege- oder Verjüngungsschnitt sowie das Auslichten, den Formschnitt und die Verdichtung.

Beim Pflegeschnitt entfernt man nur dünne, kraftlose oder beschädigte Pflanzenteile.

Hingegen beim Verjüngungsschnitt kann man manche Büsche radikal zurückschneiden. Das macht man meistens bei Pflanzen, die von unten kahl geworden sind. Du kannst die Zweige fast bis zum Boden kürzen.

Nach dem Motto: „Es kann nur besser werden“. Du wirst sehen: Sie treiben im Frühjahr wieder aus.

Wenn Zweige nach innen wachsen und sich gegenseitig einengen, dann wird ausgelichtet, damit die Pflanze wieder Licht und Luft bekommt.

Pflanzen, wie der Buchsbaum bekommen 2 x im Jahr einen Formschnitt. Je nach Bedarf wird die Pflanze kugelförmig, gerade oder in eine andere beliebige Form gestutzt.

Mit einem gezielten Schnitt kannst du auch ein Gehölz verdichten. Schneide neue Triebe regelmäßig zurück, damit sie sich mehrmals verzweigen.

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Beerensträucher und Gehölze zurückschneiden

Beerensträucher werden prinzipiell im Spätherbst gekürzt.

Bei Brombeeren schneidet man den alten Ast knapp vorm neuen Trieb ab. Damit wird ein eventueller Milbenbefall, vom alten auf den neuen Ast, verhindert.

Die Herbsthimbeeren solltest du erst im Winter, am besten an frostfreien Tagen, schneiden. Äste, die dieses Jahr getragen haben, werden ebenfalls abgeschnitten. Es kann durchaus sein, dass höchstens 10 Ruten übrigbleiben. Das ist kein Problem, denn im Frühjahr treiben sie wieder kräftig aus.

Sommerhimbeeren gehören im Sommer, gleich nach der Ernte, zurückgeschnitten.

Hecken schneiden

Schneide die Hecke, wenn möglich, im Herbst zwischen Mitte Oktober und Anfang November, zurück.

Achtung! Von 1. März bis 30. September sollte kein radikaler Schnitt durchgeführt werden, da sich in dieser Zeit Vögel in der Hecke befinden können. Liegen die Temperaturen unter 5° C, dann verschiebe lieber das Schneiden. Als Faustregel für den Heckenschnitt gilt den neuen Austrieb zu halbieren. Hier darf einmal kräftig geschnitten werden.

Achte im Zuge des Heckenschnitts darauf, ob sich Schädlinge eingenistet haben. Solltest du welche finden, dann ist eine spezielle Schädlingsbekämpfung noch vor dem Winter notwendig.

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Das kleine Schnitt 1 x 1

  1. Suche dir einen frostfeien und trüben Tag zum Schneiden aus.
  2. Verwende nur scharfes Werkzeug. Mit einem stumpfen Werkzeug quetscht du die Äste und Bakterien können sich leicht einnisten.
  3. Abgestorbene, dünne, kranke, zu lang gewachsene  Äste und solche, die sich überschneiden oder sich im Weg sind, gehören entfernt.
  4. Schau dir das Gehölz, das du schneiden willst, vorher genau an und stell dir die Frage, ob der Baum bzw. Strauch schnell oder langsam wachsen soll. Dementsprechend kannst du die richtige Schnitttechnik einsetzen.
  5. Schneide besonders stark wachsende Pflanzen nur wenig zurück. Der beste Zeitpunkt dafür wäre der Sommer gewesen, da ein Schnitt in der heißen Jahreszeit den Wuchs bremst. Der nächste Sommer kommt bestimmt und du kannst den Schnitt dann vornehmen.
  6. Ein kräftiger Rückschnitt regt das Wachstum schwach wachsender Bäume oder Sträucher zum Wachsen an.

Werkzeugliste 

  • Gartenschere für kleine Äste bis ca. 2 cm Durchmesser
  • Astschere für Äste bis ca. 5 cm Durchmesser
  • Baumschere mit Seilzug für hoch hängende Äste
  • Heckenschere (manuell oder motorisiert)
  • Häcksler

Frühjahrsblüher erst im Frühjahr schneiden

Nicht alle Gehölze mögen ein Herbstschnitt. Frühjahrsblüher, wie die Forsythie, der Flieder oder Rhododendron, sollten im Frühjahr, nach der Blüte geschnitten werden.

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Bäume im Herbst schneiden

Die idealen Monate für einen Herbst-Baumschnitt  sind Oktober und November. Die Bäume befinden sich in einer Ruhephase und verlieren in dieser Zeit die wenigsten Nährstoffe. Nur für Steinobstbäume ist der Frühjahrsschnitt besser.

Auch hier gilt: Äste, die übereinander liegen oder solche, die sich gegenseitig behindern, gehören entfernt. Äste, die stark nach unten oder in die Krone wachsen, gehören ebenfalls  geschnitten. Ein regelmäßiger Schnitt ist wichtig, denn unter einem allzu radikalen Schnitt leidet der Baum.

Als Schnittfaustregel gilt: 1/3 des Triebes kann abgeschnitten werden. Der Baum soll dabei seine natürliche Wuchsform behalten. Bei größeren Schnittwunden ist auch die Gefahr höher, dass die Wunde fault und Pilze eindringen. Schnittwunden mit Baumteer oder Wundbalsam versorgen.

Was tun mit dem Schnittgut?

Wenn du mehr als eine Pflanze zum Schneiden hast, dann findet die große Menge an Schnittgut weder am Kompost noch in der Biotonne Platz. Ein Häcksler wäre jetzt eine gute Anschaffung, falls du nicht schon einen besitzt.

Der Holzhaufen wird klein gehäckselt und das Mulchmaterial kannst du unter Bäume und Sträucher verteilen. Der Mulch hält den Boden feucht und unterdrückt das Unkraut.

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