Kürbisse ernten, lagern und verarbeiten

Die Kürbisernte beginnt im Spätsommer und kann bis Ende Oktober dauern. Das schmackhafte Gemüse ist mild und vielseitig einsetzbar. Wann Kürbisse zu ernten sind und worauf du beim Lagern und Verarbeiten achten solltest, erfährst du hier. Außerdem haben wir köstliche Rezepte für dich, die einfach zum Nachmachen sind.

Wann ist der Kürbis reif?

Mit folgenden Tipps kannst du erkennen wann der Kürbis reif ist:

  • Man klopft mit dem Finger auf den Kürbis klopft und er klingt hohl.
  • Der Stiehl sieht holzig und gräulich aus.
  • Du kratzt mit deinem Nagel am Kürbis und es hinterlässt keine Spuren.
  • Die Blätter sind größtenteils welk.
  • Die Farbe des reifen ist Kürbis intensiv.
    Der Kürbis ist dann besonders vitaminreich und geschmackvoll.
Reife Kürbisse in einem Beet © GettyImages
Kürbisse am Feld © GettyImages

Kürbisse ernten und lagern

Trenne mit einem scharfen Messer den Kürbis mitsamt dem Stiel ab. Der Kürbis darf keine Schäden vorweisen und sollte vor der Lagerung nicht gewaschen werden. Beachte, dass sich nicht jeder Kürbis lagern lässt. Sommerkürbisse sollten möglichst schnell gegessen werden, während Winterkürbisse (z.B. Hokkaido, Butternut, Spaghetti-Kürbis) bis zu einem halben Jahr aufbewahrt werden können. In den meisten Fällen sogar noch ein paar Monate länger. Bewahre dann das Gemüse in Holzregalen oder hängend in einem Netz auf. Am wohlsten fühlen sich Kürbisse an einem trockenen, dunklen Ort bei ca. 12° C. Die Kürbisse dürfen auf keinen Fall gestapelt werden, da sie eine ausreichende Luftzufuhr benötigen und sonst schlecht werden.

Der gesunde und kalorienarme Kürbis

Der Kürbis ist ein wahrer Alleskönner. Der Wassergehalt liegt bei 90 %. Außerdem liefert er wenige Kohlenhydrate und Fett. Er ist kaliumreich und hat viel Beta Carotin sowie Vitamin B1, B2, B6, C und E.

Hokkaido- und Butternuss-Kürbisse

Die beiden köstlichen Speisekürbisse kannst du, bevor du sie verarbeitest, im Backrohr bei geringer Temperatur (ca. 35° C) erhitzen. Die Schale darf nicht braun werden. Die Kürbisse lassen sich dann besser verarbeiten. Beim Hokkaido kannst du auch die Schale essen.

Aufgeschnittener Hokkaido Kürbis © GettyImages
Kürbis Dekoration auf einem Tisch

Kürbisse für Halloween

Zum Schnitzen verwendet man eher große, nicht zum Verzehr geeignete Zierkürbisse, wie den Kron- und Krallenkürbis. Die Zierkürbisse haben eine harte Schale und sind daher sehr gut zum Schnitzen geeignet. Außerdem gibt es Zierkürbissen in verschiedene Farben. Hier geht’s zu unserem DIY Video „Halloween Deko„.

Kürbis ernten und verarbeiten, wenn‘s schnell gehen muss

Mit folgenden Tipps geht’s schnell: Kürbis auseinanderschneiden, mit einem großen Löffel die Kerne rausschaben, in kleine Stücke schneiden, kurz blanchieren und portionsweise einfrieren. Wenn du ihn nicht blanchierst, kann er zäh werden.

Wenn du ein bisschen Zeit hast, …

… dann gibt’s viele Möglichkeiten den Kürbis haltbar zu machen. Beim Kürbis kannst du nicht nur das Fruchtfleisch, sondern auch die Kerne verarbeiten. Wir haben einige köstliche Rezepte für dich, die dazu noch einfach zum Zubereiten sind.

Kürbis-Tonic-Marmelade von „Kostbarmacher“:

900 g Hokkaido (geschält und entkernt)

300 ml Tonic Water

200 ml Orangensaft

20 – 30 g Ingwer

1 Bio-Zitrone

1 kg Gelierzucker 1:1

Den Kürbis in Würfel schneiden. Die Zitrone heiß waschen und die Schale abreiben. Presse den Saft aus der Zitrone mit einer Zitronenpresse. Den Ingwer schälen und fein reiben. Kürbiswürfel, Orangensaft, abgeriebene Zitronenschale, Zitronensaft, Tonic Water und Ingwer in einen großen Topf geben und aufkochen. Ca. 20 min. auf niedriger Stufe köcheln lassen und anschließend die Masse mit einem Stabmixer fein pürieren. Dann den Zucker einrühren bis er sich aufgelöst hat und danach 5 min. sprudelnd kochen. Fülle den Saft in saubere Gläser und schraube den Deckel drauf. Tipp: Gläser vorher heiß auswaschen, damit sie nicht springen.

Hier geht’s zum Video „Kürbis-Tonic-Marmelade“ zum Nachkochen.

Kürbis Tonicmarmelade auf einem Brot von Kostbarmacher
Kürbis Ketchup auf einem Brot von Kostbarmacher

Kürbis-Ketchup von „Kostbarmacher“

800 g geputzter Kürbis (Hokkaido oder Butternuss)

200 g Cocktailtomaten

3 Zwiebeln

1 Knoblauchzehe

1 – 2 Stk. Chilischoten (je nach Geschmack mild oder scharf)

100 g brauner Zucker

100 ml Weißwein-Essig

250 ml Wasser

1 Prise Salz

1 Prise Chilipulver

Den Kürbis entkernen, schälen und würfelig schneiden. Die Zwiebeln schälen und grob hacken. Kürbis und Zwiebeln kommen gemeinsam mit den gewaschenen Tomaten in einen Topf. Entkerne die Chilischote und gib sie dazu. Knoblauchzehen hinzufügen und alles mit Wasser und Essig übergießen. Danach den Zucker unterrühren, 45 min lang köcheln lassen und mit einem Stabmixer fein pürieren. Nach Bedarf kannst du das Kürbis –Ketchup mit Salz und Chilipulver abschmecken. Zum Schluss das Kürbisketchup nochmals aufkochen und in sterile Flaschen füllen. Wasche die Flaschen vorher heiß aus, damit das Glas nicht springt.

Hier geht’s zum Video „Kürbis-Ketchup“ zum Nachkochen.

Bitterere Kürbisse nicht verspeisen!

Sollte dein Kürbis oder Kürbisgericht bitter schmecken, dann sofort entsorgen! Die giftigen Bitterstoffe Cucurbitacine schaden deinen Magen- und Darmschleimhaut. Weder durch Kochen noch durch Einfrieren werden die Giftstoffe zerstört. Giftige Kürbisse entstehen meistens durch selbstgezogene Samen. Verwende daher am besten Kürbiskerne aus den Samenpäckchen. Eine große Auswahl gibt’s in deinem Lagerhaus.

Kleines Kürbislexikon

  • Der Kürbis wurde schon 10.000 v.Chr. angebaut.
  • Es gibt über 800 Zier- bzw. Genusskürbisse.
  • Unsere heutigen Kürbisse stammen von 3 Wildkürbisse ab:
    Riesen-Kürbis, Garten-Kürbis (wurde 1492 auf Kuba von Christoph Kolumbus entdeckt) und Moschus-Kürbis
  • Der Kürbis ist eine Beerenfrucht, wenn auch eine Große. Kerne, die frei im Fruchtfleisch liegen zählen zum Beerenobst. Der Kürbis wird wegen seiner Süße dem Obst zugeordnet, gehört aber auch zum Gemüse, da es sich um eine einjährige Pflanze handelt. Wie auch immer: Er ist gesund und schmeckt!
Verschiedene Kürbisse in einer Schale © GettyImages

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