Geheimtipp: Mikroorganismen

Wenn du durch den Garten gehst, verbirgt sich unter deinen Fußsohlen ein dicht besiedelter Lebensraum und Mikrokosmos. Da tummeln sich Käfer, Asseln, Hundertfüßer, Milben, Springschwänze und andere Kleinst-Lebewesen, die abgestorbene Pflanzenreste und tote Tierchen zerkleinern und zersetzen. Auch Regenwürmer durchwühlen, durchmischen und belüften so den Boden. Sie alle tragen zur Lockerung des Bodens und zur Bildung eines stabilen Krümelgefüges bei. Sie sorgen gemeinsam für das Funktionieren der Nährstoff-Kreisläufe, für den Humusaufbau und die Erhaltung einer guten Bodenstruktur.

So schonst du die Mikroorganismen

Die verschiedenen Bodenbewohner leben in unterschiedlichen Tiefen und Schichten. Um sie zu schonen, solltest du diese Schichten nicht durch herbstliches Umstechen durcheinanderbringen, sondern die Erde nur vorsichtig mit der Grabgabel lockern. Damit du den Gartenboden langfristig aktiv erhältst, „fütterst“ du deine Mikroorganismen  mit organischen Düngern wie Kompost oder Pflanzenresten, die du als Mulchdecke auf den Beeten aufbringst.

Natürlich für Nährstoffe sorgen

Unsere Gartenpflanzen brauchen aber zusätzlich noch Nährstoffe, damit sie kräftig wachsen, blühen und Früchte tragen – dazu musst du sie mit Dünger versorgen. Die Einhaltung der Fruchtfolge ist das Geheimnis, das den Boden vor Ermüdung schützt.

Dabei werden abwechselnd Pflanzen angebaut, die einen hohen, mittleren oder niedrigen Nährstoffbedarf haben:

  • Starkzehrer sind z.B. Kartoffeln, Kohlgewächse, Kürbis, Sellerie und Zucchini.
  • als Mittelzehrer gelten Karotten, Knoblauch, Lauch, Mangold, Pastinake, Radieschen, Rote Rüben, Zwiebel und Rettich.
  • zu den Schwachzehrern zählen Salate, Erbsen, Bohnen und Kräuter.

Mehr Info zum abwechselnden Pflanzenanbau findest du in unserem Artikel Prinzip der Fruchtfolge.

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Kompost und Mikroorganismen zuführen

Kompost ist der Hauptdünger im Garten. Alles Verwelkte, Verdörrte und Abgestorbene wird darin zu Nährstoffen verwertet, die den Pflanzen wieder zur Verfügung stehen. Möglichst gemischt aufgesetzt, enthält Kompost eine ausgewogene Mischung an Nährstoffen. Im Handel sind auch Naturdünger auf Kompostbasis erhältlich, die Nährstoffe und auch Mikroorganismen enthalten.

Mit ihrer Hilfe kannst du intakte Böden gesund halten und ausgelaugte, strapazierte Böden beleben und aktivieren. Im Unterschied dazu enthalten Mineraldünger zwar Nährstoffe, aber keine Mikroorganismen, und tragen somit nichts zur Verbesserung der Bodenstruktur und des Bodenlebens bei.

Noch mehr biologischer Dünger

Tierischer Mist ist reich an Stickstoff, Phosphor und Kali.

Pferdemist etwa wird gerne zur Heizung des Frühbeetes genutzt. Hühnermist kannst du sehr praktisch in pelletierter Form kaufen. Er ist ein intensiver Dünger, und die freigegebenen Nährstoffe sind sehr schnell für die Pflanzen verfügbar.

Hornspäne bestehen zum allergrößten Teil aus Eiweiß. Sie führen dem Bodenleben Stickstoff und Phosphor zu. Je gröber sie sind (Hornspäne, Horngrieß, Hornmehl), desto langsamer erfolgt ihre Umsetzung. Du kannst sie grundsätzlich als Dünger für alle Pflanzen verwenden.

Holzasche ist reich an Kali und Spurenelementen und wirkt gegen Pilze und Fäulnis. Auch Algendünger enthält viel Kali, Spurenelemente und Magnesium; er dient zur Pflanzenstärkung und Bodenbelebung.

Urgesteinsmehle bringen vor allem Kali, Magnesium sowie Spurenelemente ein und verbessern die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens. Du kannst sie zur Geruchsbindung auf Kompost und Jauchenansätze streuen.

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Schon gehört?

Ein Geheimtipp sind Effektive Mikroorganismen (EM) – eine spezielle, flüssige Mischung aus mikroskopisch kleinen Lebewesen, die die Aktivitäten aller Mikroorganismen im Boden fördern. Du kannst sie dem Boden durch Blattspritzungen oder Gießen zuführen.

EM bewirken eine Bodenverbesserung sowie die Stärkung des Immunsystems der Pflanzen, die dadurch besser keimen, blühen und Früchte ausbilden. Zusätzlich kannst du sie ein den Kompost einbringen; dort fördern sie den Zersetzungsprozess.

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