Schaffe ein gutes Raumklima mit Pflanzen

Pflanzen sind in Wohn- und Schlafräumen nicht nur ein Blickfang, sondern sie verbessern auch das Raumklima. Die meisten von Ihnen sind pflegeleicht und verzeihen sogar kleine Gießfehler. Wir geben dir einen Überblick, welche Pflanzen sich für welche Räume besonders gut eignen.

Allgemeine Pflege der Zimmerpflanzen

  • Pflanzen mit großen Blättern sorgen für eine gute Luftfeuchtigkeit. Damit das so bleibt, reinige die Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch. Besonders während der Heizperiode lagert sich gerne Staub auf den großflächigen Blättern ab.
  • Gehe immer sparsam mit Gießwasser um, denn nur wenige Pflanzen vertragen Staunässe. Besprühe deine Pflanzen öfters mit kalkfreiem, warmem Wasser. Das sorgt zusätzlich für ein gutes Raumklima.
  • Gedüngt werden die Pflanzen individuell. Auf jeden Fall bekommen sie im Winter weniger Dünger als von Frühjahr bis Herbst.
  • Sobald die Wurzeln im Topf keinen Platz mehr haben, sollten die Pflanzen umgesetzt werden. Verwende immer frische Erde. Der Topf sollte nur ein wenig größer als der vorige sein. Bei manchen Pflanzen kannst du auch die Wurzeln zurückschneiden und sie wieder ins selbe Gefäß setzen. Dies geht aber nur solange, bis die Pflanze durch ihre Größe das Gleichgewicht verliert.
  • Im Winter benötigen Zimmerpflanzen besondere Pflege. Sie bevorzugen einen nicht zu warmen aber auch keinen dunklen Standort und die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 bis 60% liegen. Alles über die Pflege deiner Pflanzen im Winter findest du in unserem Artikel „Zimmerpflanzen im Winter“ .
Verschiedene Zimmerpflanzen © GettyImages

Pflanzen fürs Wohnzimmer

Vor allem Grünpflanzen mit großen Blättern produzieren viel Sauerstoff. Außerdem binden sie Staub und absorbieren Schadstoffe aus der Luft. Den größten Teil des Gießwassers geben sie wieder an die Luft ab. Der Bogenhanf, das Einblatt, die Aloe Vera oder der Gummibaum zählen zu den beliebtesten Zimmerpflanzen, da sie unkompliziert in der Betreuung sind. Wenn du gerne Blühpflanzen hast, dann lege dir eine Orchidee zu. Auch sie zählt zu den pflegeleichten Pflanzen.

  • Bogenhanf oder Sansevieria (auch bekannt als Schwiegermutter-Zunge)
    Standort:
    Hell.
    Pflege:
    Topfe die Pflanzen selten um, da die zarten Wurzeln in einem größeren Topf nur wenig Halt finden. Fühlt sich in einer Sukkulenten- oder Kakteenerde am wohlsten.
    Besondere Eigenschaften:
    Luftreinigend. Sie filtert Giftstoffe wie Formaldehyd, Benzol und Trichlorethen. Der Bogenhanf und Efeutute absorbieren die meisten Schadstoffe von allen Pflanzen. Eine Studie der NASA hat ergeben, dass der Bogenhanf und die Efeutute von allen Pflanzen die meisten Schadstoffe absorbieren.
  • Einblatt
    Standort: Hell und dunkel. Je dunkler das Einblatt steht, desto intensiver ist das Blattgrün. Finster darf es natürlich nicht sein, das würde die Pflanze nicht vertragen und sie blüht dann nicht mehr.
    Pflege: Sparsam gießen. Lässt das Einblatt die Blätter hängen, dann benötigt es dringend Wasser. Die Blätter richten sich nach einiger Zeit wieder schön auf. Ein regelmäßiges Besprühen der Blätter tut der Pflanze gut.
  • Einblatt
    Besondere Eigenschaften: Die Pflanze filtert schädliche Gase und Gifte wie z.B. Benzol, Formaldehyd, Aceton und Trichloräthylen. Sie reinigt die Luft und erhöht die Luftfeuchtigkeit. Das sind besonders gute Eigenschaften gegen trockene Augen und Schleimhäute. Außerdem hilft die Pflanze gegen die Ausbreitung von Keimen in der Luft.
  • Aloe Vera
    Standort: Warm und sonnig. Im Winter nicht über den Heizkörper stellen
    Pflege: Sparsam gießen. Im Sommer fühlt sie sich auch auf dem Balkon und der Terrasse sehr wohl.
    Besondere Eigenschaften: Sie verbessert nicht nur die Luft, sondern hilft auch bei kleineren Verbrennungen, Insektenstichen und trockener Haut. Schneide ein Stück vom Blatt ab und schmiere die geleeartige Flüssigkeit auf die betroffene Stelle.
  • Orchidee (Cambidium, Cypripedium, Oncideium)
    Standort: Am Fenster (Norden, Nordwest), da die Orchidee keine direkte Sonnenbestrahlung verträgt.
    Pflege:
    Verträgt keine Erde. Benötigt spezielles Orchideen-Substrat.
    Besondere Eigenschaften:
    Erhöht die Luftfeuchtigkeit. Die bekannteste Orchideenart (Phalaenopsis) ist für Schlafräume nicht so gut geeignet, da sie eine Temperatur um die 22° C benötigt. Nur wenigen Wochen nach der Blüte fördert ein heller und kühler Standort die Knospenbildung.
Orchidee im Glas © GettyImages

Pflanzen fürs Büro

Möbel, Kopierer, Computer und Teppiche geben schädliche Stoffe ab. Mit den richtigen Grünpflanzen kannst du das Raumklima auf natürliche Weise stark verbessern und sogar Schadstoffe binden. Abgesehen davon tragen Zimmerpflanzen zur Luftbefeuchtung bei. Dies ist besonders im Winter wichtig, wenn viel geheizt wird. Im Sommer sorgen die Pflanzen für angenehme Kühle.

  • Einblatt: siehe „Pflanzen fürs Wohnzimmer“
  • Gummibaum (Ficus elastica)
    Standort: Hell.
    Pflege: Fallen Blätter ab, dann könnte es daran liegen, dass er zu stark gegossen wurde. Den Gummibaum immer sparsam gießen, düngen und die Blätter regelmäßig abstauben. Der Gummibaum mag keine Zugluft.
    Besondere Eigenschaften: Eine luftreinigende Pflanze mit überdurchschnittlicher Formaldehyd-Abbau-Rate. Formaldehyd kann z.B. in Bodenbelägen, Druckerzeugnisse (Stelle daher den Gummibaum am besten neben dem Drucker.), Kleber, Farben oder Tabakrauch vorkommen.
  • Schwertfarn:
    Standort: Hell, keine direkte Sonnenbestrahlung und keine dunklen Räume.
    Pflege: Regelmäßig gießen. Besprühe regelmäßig die Wedeln, denn dadurch wird die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöht.
    Besondere Eigenschaften: Der Schwertfarn unterstützt die Luftfeuchtigkeit und baut Schadstoffe wie Formaldehyd ab. Formaldehyd kann beispielsweise zu Kopfschmerzen und allergieähnlichen Beschwerden führen. Die Pflanze wirkt außerdem harmonisierend.
  • Schefflera oder Strahlenaralie
    Standort:
    Sonnig bis halbschattig.
    Pflege: Mäßig gießen. Sie wächst sehr schnell (ca. 30 cm pro Jahr) und kann bis zu 3 m hoch werden. Ein gewünschter Rückschnitt kann durchaus kräftig ausfallen. Das ist für die Pflanze Schefflera oder Strahlenaralie kein Problem.
    Besondere Eigenschaften:
    Die Pflanze kann Formaldehyd und Nikotin abbauen und sorgt für positive Energie und gute Stimmung.
Zimmerpflanze Efeutute © GettyImages

Pflanzen fürs Schlafzimmer

Die meisten Pflanzen geben tagsüber Sauerstoff ab. Es gibt welche, die nur in der Nacht Sauerstoff abgeben. Aloe Vera, Grünlilie, Bergpalme, Bogenhanf, Einblatt, Gerbera, Jasmin, Efeutute und Gemeiner Efeu sind ideal für Schlafräume. Blühende Pflanzen sind nichts für Pollen-Allergiker und gehören aus den (Schlaf-)Räumen verbannt.

  • Bogenhanf und Einblatt siehe „Pflanzen fürs Wohnzimmer“
  • Jasmin
    Standort:
    Hell. In der Nähe eines Fensters.
    Pflege:
    Mische Blumenerde für Zimmerpflanzen mit einem Granulat. Weder Staunässe noch zu trockene Erde ist für den Jasmin gut.
    Besondere Eigenschaften: Luftreinigend. Der angenehme Duft der Pflanze beeinflusst den Schlaf positiv.
  • Efeutute
    Standort:
    Hell bis halbschattig.
    Pflege: Wöchentlich gießen und die Blätter öfters besprühen.
    Besondere Eigenschaften:
    Luftreinigend. Filtert Benzol, Reinigungsmittel und Lösungsmittel von Lacken sowie Aceton. Efeutute und Bogenhanf absorbieren die meisten Schadstoffe von allen Pflanzen.

Wie viele Pflanzen für einen Raum?

Damit du mit Pflanzen eine ausreichende luftreinigende Wirkung erzielst, stelle mindestens eine Pflanze pro 9 m² in den Raum.

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