Rasen vertikutieren

Ist dein Rasen verfilzt und vermoost? Dann braucht er dringend eine Frühjahrskur. Mit einem Vertikutierer kannst du deine Rasenfläche schnell wieder fit bekommen. Die nachfolgenden Tipps helfen dir dabei.

Der richtige Zeitpunkt zum Vertikutieren

Im Allgemeinen ist das Frühjahr die bessere Zeit zum Vertikutieren als der Herbst, da sich der Rasen danach schneller regeneriert. Wenn du das 2. Mal gemäht hast, dann ist der Rasen reif zum Vertikutieren.

Bei sehr stark verfilztem, vermoostem und mit Unkraut übersätem Rasen wäre es gut, ihn ein 2. Mal zu vertikutieren. Am besten im Frühherbst.

Mach die Probe

Nimm eine Metallharke und ziehe locker über die Rasenfläche. Wenn alte Mährückstände oder Moos hängen bleiben, dann bedeutet das, dass die Gräser im Wachstum gehemmt sind und das der Rasen vertikutiert gehört!

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Jetzt kann es losgehen!

Der Rasen sollte zum Mähen, aber vor allem zum Vertikutieren, immer trocken sein.

Stelle deinen Rasenmäher vor dem 2. Mal Mähen auf die tiefste Stufe ein. Mach eine kleine Probefahrt. Wird zu viel aufgerissen, dann stell ihn eine Stufe höher.

Danach wird vertikutiert. Für weniger beanspruchte Flächen genügt es, einmal der Länge nach zu vertikutieren. Stark beanspruchte Flächen benötigen eine Längs- und eine Querfahrt. Deine Rasenfläche, oder was davon übrig geblieben ist, hat jetzt ein Streifenmuster bekommen und wird armselig aussehen. Das soll dich nicht schrecken. Der Rasen erholt sich recht bald wieder. An kahlen Stellen kannst du gleich Rasensamen ansäen.

Sanden und Düngen

Mit Sanden und Düngen hilfst du deinen Rasen schnell wieder fit zu werden. Streue daher gleich nach dem Vertikutieren feinkörnigen Sand (z.B. Spielsand) auf die Rasenfläche. Der Sand verbessert die Durchlüftung und der positive Effekt des Vertikutierens hält länger an.

Anschließend benötigt der Rasen eine Düngung. Verwende am besten einen Bio-Rasendünger von Immergrün (Eigenmarke aus dem Lagerhaus). Durch die biologische Aktivität von Mikroorganismen wird die Rasenverfilzung reduziert. Außerdem stärkt der Dünger den Rasen durch langsame, aber stetige Nährstoffversorgung. Bio-Rasendünger ist zu empfehlen, wenn Kinder und Tiere im Haushalt leben.

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Wann sollte nicht vertikutiert werden?

Bei frisch angelegten Rasenflächen solltest du nicht vertikutieren. Die Rasenwurzeln müssen erst richtig anwachsen. Außerdem wird es wahrscheinlich nach einem Jahr noch nicht notwendig sein, den Rasen zu vertikutieren.

Wenn du im Vorjahr einen Rollrasen verlegt hast, dann lass lieber das Vertikutieren. Auch der Fertigrasen braucht Zeit zum Anwachsen.

Ist der Rasen nass oder feucht, dann solltest du ebenfalls das Vertikutieren auf trockene Zeiten verschieben.

Welchen Vertikutierer für welchen Zweck?

Der günstigste, aber auch anstrengendste Vertikutierer, ist der Handvertikutierer. Für Flächen unter 100 m² kannst du ihn ohne Probleme verwenden und hast gleich ein kleines Krafttraining für deine Arme inkludiert.

Bei großen Flächen sowie schwere und trockene Böden ist der Benzin-Vertikutierer zu bevorzugen.

Den Elektro-Vertikutierer kannst du für Rasenflächen unter 1000 m² einsetzen. Auf harten Böden ist er bedingt einzusetzen, da er oft zu leicht ist und die Messer nicht tief genug in den Boden kommen. Du kannst dir damit behelfen, dass du den Vertikutierer mit einem mit Sand gefüllten Sack beschwerst.

Akku-Vertikutierer sind wie Elektro-Vertikutierer einzusetzen, haben aber den Vorteil, dass sie kein lästiges Stromkabel benötigen.

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