Alles über das Superfood Hagebutte

Hast du gewusst, dass die Hagebutte mehr Vitamin-C als Sanddorn oder Zitrusfrüchte enthält? Außerdem kann ein Strauch hunderte von Früchten tragen. Das wilde Rosengewächs findest du meist an Böschungen oder Waldrändern. Du kannst es auch in deinem Garten pflanzen. Dann hast du dein Superfood direkt vor der Haustür.

Kennst du „Hetscherl“?

Das ist der umgangssprachliche Ausdruck für die Hagebutte. Die Hagebutte gehört zu den Rosengewächsen. Sie ist nicht nur ein sehr guter Vitaminlieferant, sondern auch reich an Mineralstoffen wie Eisen und Magnesium.

Die Hagebutte wird gerne mit den „Dirndln“ verwechselt. Das kommt daher, dass man zu den Dirndln auch Hetscherln sagt. Die Dirndln gehören zu den Hartriegelgewächsen und haben mit der Hagebutte nichts zu tun.

Superfood Hagebutte

Du kannst mit den Hagebutten nicht nur Tee zubereiten, sondern sie auch roh essen oder daraus Marmelade, Mus, Sirup, Kompott oder Likör zubereiten. Wenn du die Hagebutte roh isst, dann entferne unbedingt die Kerne mitsamt den Härchen, da diese starken Juckreiz auslösen. Die Hagebutte ist vor allem im Winter ein wertvoller Vitamin C- und Vitamin B1- sowie B2-Lieferant.

Auf jedem Rosenstrauch wachsen Hagebutten

Die Hagebutte ist keine eigenständige Sorte, sondern ein Rosengewächs. Die roten essbaren Früchte wachsen auf jedem Rosenstrauch. Und alle sind essbar. Das trifft auch bei Edelrosen zu. Du darfst nur die verblühten Rosenblüten auf den Sträuchern nicht wegschneiden, denn daraus entwickeln sich die Hagebutten.

Den Strauch wild wachsen lassen

Der Hagebutten-Strauch bzw. das Rosengewächs ist ein pflegeleichter Strauch. Wenn du Platz genug hast, dann ist nicht einmal ein Rückschnitt notwendig.

Hagebutten an einem Strauch © GettyImages
Rosa wilde Hundsrose ist eine Hagebutten Pflanze © GettyImages

Hagebutten-Gewächs für Garten und Balkon

Es gibt viele Arten von Hagebutten-Pflanzen: Hochwachsende Sträucher aber auch kleinere Sorten.

  • Gerne wird die Wilde Hunds-Rose in Gärten, vor allem in kleineren, gepflanzt. Sollte sie dir zu hoch und zu breit wachsen, dann schneide sie zurück. Bedenke nur, dass jede abgeschnittene Blüte eine verlorengegangen Frucht ist.
  • Die Mandarin-Rosen sind ideal für größere Flächen. Ihre Früchte werden bis zu 5 cm lang.
  • Für den Balkon eignet sich z.B. die Zwergrose „Lupo“ mit ihren üppigen Blüten. Aus den vielen Blüten werden viele Hagebutten. Achte darauf, dass der Blumentopf ausreichend groß ist, damit sich die Wurzeln gut entwickeln können. Die Topfpflanze benötigt ab November einen Winterschutz. Wickle den Topf mit einer Noppenfolie ein. Zusätzlich kannst du das Gefäß noch mit Jutegewebe oder Vlies versehen. Damit der Topf keine kalten Füße bekommt, stelle ihn auf ein Stück Holz oder Styropor. Falls vorhanden, kannst du den Rosentopf in einem hellen und frostfreien Raum überwintern. Die ideale Raumtemperatur wäre zwischen 5 und 10° C.

Wie du deine Rosen ganz einfach selbst vermehrst, erfährst du in unserem Artikel „Rosen durch Stecklinge vermehren„.

Herbstzeit ist Erntezeit

Die meisten Früchte vertragen keinen Frost und man muss sie rechtzeitig ernten. Bei der Hagebutte ist das anders. Wenn möglich, dann pflücke sie erst nach dem ersten Frost. Die säuerlichen Früchte schmecken dann ein bisschen süßer. Falls du den säuerlichen Geschmack bevorzugst, dann beginne mit der Ernte, sobald die Hagebutten schön rot sind. Die Erntezeit ist von September bis Anfang November. Zieh dir zum Ernten dicke Handschuhe und eine langärmlige Jacke an, damit du dich bei den stacheligen Zweigen nicht verletzt.

Ernte nicht alle Früchte. Die Vögel freuen sich darüber, wenn sie im Winter an den Sträuchern noch Früchte finden. Für sie sind die Hagebutten genauso gute Vitaminlieferanten wie für Menschen.

Hagebutten an einem Strauch © GettyImages
Getrocknete Hagebutten in einem Tee © GettyImages

Früchte für einen Tee vorbereiten

  • Entferne bei der Frucht mit dem Messer die Stiele und die Blütenansätze.
  • Dann halbiere die Frucht und schabe die Kerne (=Nüsschen) samt den feinen Härchen mit einem kleinen Löffel heraus.
  • Wasche die Früchte in einem Sieb und lass sie dann trocknen.
  • Die getrockneten Früchte mit dem Messer oder einem Mixer zerkleinern (nicht pürieren!).
  • Die geschnittenen Hagebutten gibst du in ein Dörrgerät (z.B. Dörrautomat DA 401) oder lässt sie im Backrohr, bei max. 35° C, für einige Stunden trocknen.
  • Fülle die ausgekühlten Hagebutten in ein Glas. Daraus kannst du jederzeit die Früchte für einen Tee entnehmen. Nach einem Jahr solltest du die getrockneten Früchte aufgebraucht haben.


Zubereitung für 1 Tasse Tee:
¼ l Wasser in einen Topf leeren, 2 Teelöffel getrocknete Hagebutten dazugeben und ca. 10 min. kochen lassen. Danach das Teewasser durch ein Sieb in die Tasse füllen. Kurz abkühlen lassen und 1 Teelöffel Honig dazugeben. Fertig ist das gesunde Vitamin-Getränk. Der Tee soll dich gegen Erkältungen stärken. Wundere dich nicht, wenn die Farbe des Tees nicht tiefrot ist. Das liegt daran, dass dein Tee nur mit Hagebutten zubereitet wurde. In den meisten fertigen Teemischungen werden zusätzlich noch Malve oder andere färbende Pflanzenextrakte zugefügt.

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