Wie und wann schneide ich meine Bäume und Sträucher?

Beim Schnitt von Bäumen und Sträuchern gilt: So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich! Es ist nicht sinnvoll, wenn du einfach drauf los schneidest. Aber wenn du ein paar Schnittregeln befolgst, darfst du beherzt zur Schere greifen, damit deine Bäume und Sträucher nicht verkahlen und schön blühen.

Mit dem Frühjahrsschnitt geht`s los

Mehr Licht bringst du ins Innere deiner Sträucher, indem du auslichtest und alte Triebe ausschneidest. Du entfernst die Triebe bodennah, schneidest sie also ganz heraus. Im Frühjahr werden Sommerflieder, Hortensien, Hibiskus, Zwergspierenstrauch, Bartblume, Fingerstrauch und andere geschnitten.

Keinesfalls solltest du im März und April frühjahrsblühende Sträucher wie Felsenbirne, Forsythie oder Flieder schneiden. Du würdest ihnen die bereits angelegten Knospen wegschneiden und es käme zu keiner Blüte. Du kannst sie aber gleich nach der Blüte kürzen und auslichten.

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Große Äste mit der Säge schneiden

Ältere und somit dickere Äste trägst du vor dem Austrieb Stück für Stück mit der Säge ab. Wenn das Gehölz schon ausgetrieben hat, wartest du damit bis August, damit die Pflanze nicht zu stark „blutet“ und zu viel Kraft verliert.

Bei größeren Eingriffen mit der Säge sollte ein Astring stehen bleiben. Du gehst in drei Schritten vor: Zuerst sägst du den Ast an der Unterseite 10 bis 20 cm von der geplanten Schnittstelle entfernt ein, dann schneidest du an der Oberseite noch weiter außen an. Erst zum Schluss wird der Ast ganz durchgesägt. Bricht der Ast in den ersten Schritten, so entsteht keine Verletzung der Rinde am Astansatz.

Was im Sommer geschnitten wird

Zuerst einmal kannst du gleich nach der Blüte die frühjahrsblühenden Sträucher schneiden.

Bevor du aber zur Tat schreitest, solltest du sicherstellen, dass in deinen Hecken und Sträuchern keine Vögel mehr nisten – in diesem Fall wartest du mit dem Schnitt noch bis nach der Brutzeit.

Flieder muss nicht geschnitten werden; es ist sogar riskant, da er knapp unter der Blütenrispe bereits die Knospen für das nächste Jahr angelegt hat. Möchtest du aber alles Verblühte ausschneiden, sei dir dessen bewusst und geh behutsam vor. Forsythien blühen an vorjährigen Kurztrieben. Du entfernst bei ihnen wie bei den roten Ribiseln die alten, vergreisten Triebe. Es soll dabei immer ein Gleichgewicht aus nachwachsenden, noch nicht blühenden Zweigen entstehen.

Wie aus Sträuchern Bäume werden

Im Hochsommer kannst du nicht nur Hecken-, sondern auch Formschnitte durchführen. Wenn du möchtest, erziehst du einen Großstrauch zum Kleinbaum. Geeignet dafür sind Kornelkirsche, Weißdorn und Holunder. Jedes Jahr im August schneidest du dann von den untersten Ästen ein bis drei ab, bis die gewünschte Stammhöhe erreicht ist. So entsteht ein astloser Stamm, der Gärtner nennt das „Aufasten“.

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Auch beim Pflanzen wird geschnitten

Die beste Zeit, Bäume und Sträucher zu pflanzen, sind der Frühling und der Herbst. Damit die Pflanzen gut anwachsen, solltest du zwischen Krone und Wurzelvolumen ein Gleichgewicht herstellen. Dazu kürzt du die oberen Triebe um etwa ein bis zwei Drittel ein. Du schneidest die Zweige schräg und knapp über nach außen stehenden Knospen.

Das anfallende Schnittgut kannst du zu einem Totholzhaufen schlichten, in dem die Tiere des Gartens wie Igel und nützliche Käfer Unterschlupf finden, oder du verwendest die Äste als Stützen für deine Blütenstauden.

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