Prinzip der Fruchtfolge

Denkst du auch an die nächste Generation, an Kinder und Enkel? Um ihnen einen gesunden Boden zu hinterlassen, darfst du ihn nicht ausbeuten. Es gibt Gemüse, die viele Nährstoffe benötigen, andere wiederum brauchen nur wenige.

Die „Zehrer“

Die „Fresser“ wie Kohlgewächse und Tomaten, Kürbisse und Zucchini nennt man Starkzehrer.

Genügsam hingegen sind Schwachzehrer wie Salate und Bohnen. Und irgendwo in der Mitte lassen sich Zwiebeln, Karotten, Mangold, Radieschen, aber auch Fenchel, Karotten und Paprika einordnen. Mit der richtigen Anbaufolge sparst du übrigens auch Dünger und damit Geld.

Du brauchst drei Felder, vier sind noch besser!

Wenn du es perfekt machen möchtest, benötigst du vier Beete. Im ersten befinden sich die stark zehrenden Gemüse, im zweiten die Mittelzehrer und im dritten jene Gemüse, die mit sehr wenigen Nährstoffen das Auslangen finden. Das vierte Beet wird nicht verwendet; darauf säst du Gründüngungs-Pflanzen zur Erholung des Bodens. Wenn du nur drei Felder zur Verfügung hast, lässt du das Gründüngungs-Beet weg.

Jedes Jahr rückst du die Kulturen ein Beet weiter. Die Mittelzehrer wachsen gut im Jahr nach den Starkzehrern, wenn schon etwas weniger Nährstoffe im Boden sind, die Schwachzehrer kommen hier sogar im dritten Jahr noch aus, und danach darf sich der Boden regenerieren, sodass im Jahr darauf hier wieder Starkzehrer angebaut werden können.

Gemüse, mitten drin in der Fruchtfolge

Das Beet in der Mitte bietet dir die meisten Möglichkeiten. Da stehen Zwiebeln neben Karotten, Mangold zwischen Radieschen, oder Knoblauch vereint mit Paprika.

Gut machen sich auch Endivien mit Fenchel oder Kohlrabi und Pfefferoni. Oder wie wäre es mit Stangenbohnen? Sie passen zu Pastinaken und Wurzelpetersilie, die im Beet genauso wie im Suppengrün harmonieren.

© RWA

Gemüse, genügsam und trotzdem ergiebig

Dein Salat keimt schnell, wächst schnell und ist schnell geerntet und gegessen. Dazu braucht er nicht viel Dünger. Die Auswahl für dich ist groß: Von Pflücksalaten über Kopfsalat bis zum Feldsalat reicht die Palette. Aber auch Schmetterlingsblütler wie Buschbohnen und Erbsen kannst du in das Beet mit den wenigsten Nährstoffen pflanzen.

Gemüse, die viele Nährstoffe brauchen

Bei allen Gemüsearten gibt es Kombinationen, die sich bewährt haben. Ein guter Partner für Tomaten – die du möglichst geschützt unter einem Foliendach ziehst, da sie keinen Regen mögen – ist das Basilikum. In die nächste Reihe passen Karfiol und Stangen- oder Knollensellerie und daneben Gurken. Oder du probierst es mit Kraut, Mais und Brokkoli in einem Beet.

So beginnst du mit dem Fruchtwechsel 

Der Fruchtwechsel lässt sich auch auf kleinen Beeten (ab 1 x 1,20 m) berücksichtigen, wichtig ist nur, dass du jedes Jahr die Felder wechselst. Schwere, verdichtete Böden eignen sich für den Gemüseanbau gar nicht, du kannst sie aber lockern und mit Kompost verbessern. Jedes Jahr im Frühjahr bringst du für die Stark- und Mittelzehrer drei bis vier Liter, für Schwachzehrer ein bis zwei Liter Kompost pro Quadratmeter aus.

Trotz deiner gut überlegten Fruchtfolge ist es sinnvoll, wenn du nach ein paar Jahren eine Bodenprobe untersuchen lässt. Dann weißt du genau, welche Nährstoffe dein Boden aktuell enthält und du bekommst eine maßgeschneiderte Dünge-Empfehlung.

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