Lust auf frische Kräuter?

Nicht nur in der Küche spielen Kräuter eine besondere Rolle, auch darüber hinaus sind viele Küchen- und Gewürzkräuter zugleich Heilkräuter mit gesunder Wirkung. Das Würzen mit frischen Kräutern tut also auch dem Körper gut. Damit deine Kräuter aber auch gut gedeihen, heißt es ein paar grundlegende Regeln zu beachten.

Wo deine Kräuter gut gedeihen

Im Garten kannst du einjährige Kräuter ins Gemüsebeet pflanzen. So manches Kraut unterstützt sogar den Geschmack seiner Gemüsenachbarn und hält Schädlinge ab. Kerbel neben dem Salat zum Beispiel schützt gegen Läuse und Ameisen und erhöht das Aroma des Salates. Dill als Nachbar von Kohl, Tomaten und Karotten fördert die Keimung, wehrt Kohlweißling ab und lockt Bienen zur Bestäubung an. Weitere einjährige, also nicht winterharte Kräuter sind: Basilikum, Bohnenkraut, Borretsch und Kamille.

Für mehrjährige Kräuter wie Thymian, Estragon, Liebstöckl, Oregano, Salbei und viele mehr legst du im Garten besser ein eigenes Kräuterbeet an. Wichtig ist vor allem ein sonniger Platz und gute Erreichbarkeit von der Küche aus.

Sonnenliebende Kräuter aus dem Süden und solche, die es eher feucht mögen, kannst du in einer Kräuterspirale platzsparend kombinieren. Mit einem Miniteich am Fuß der Spirale bietet diese unten einen feuchten und am höchsten Punkt einen sehr trockenen Standort.

Liegt dein Kräuterbeet, Fensterbrett oder Balkon nicht in der Sonne? Dann kannst du es mit Minzen, Schnittlauch und Petersilie versuchen, die auch im Halbschatten gedeihen.

So wird gedüngt

Kräuter solltest du generell nur wenig düngen: Gelegentlich eine Gabe Biodünger ist ausreichend, sonst werden die Kräuterpflanzen mastig und entwickeln weniger Aroma. Ausnahmen sind Basilikum, Schnittlauch und Petersilie – sie brauchen etwas mehr „Futter“.

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Ganz easy im Topf

Viele Kräuter lassen sich problemlos in Schalen, Töpfen oder Blumenkistchen kultivieren. Wichtig ist, dass die Gefäße Abzugslöcher haben, damit keine Staunässe entsteht – das mögen Kräuter am allerwenigsten. Wähle den Topf nicht zu klein, sonst wird das Gießen mühsam; Pflanzen in größeren Behältnissen vertrocknen auch weniger rasch.

Als Substrat verwendest du am besten Bioerde, die du durch Beimischen von ein Drittel Sand durchlässiger machst. Eine 3 bis 5 cm hohe Schicht aus Blähton oder Kies auf dem Topfgrund verhindert, dass in Regenperioden oder wenn du es mit dem Gießen übertrieben hast, Staunässe entsteht. Eine solche Drainage lässt überschüssiges Wasser schneller ablaufen.

Schnitt für Schnitt

Mehrjährige, rasch wachsende Kräuter wie Minzen und Melissen, die im Gartenbeet überwintern, schneidest du nach dem Winter eine Handbreit über dem Boden zurück, damit sie wieder kräftig austreiben. Kleinwüchsige wie Thymian oder Bergbohnenkraut und auch Kräuter die drinnen überwintert haben, kürzt du vor Beginn des frischen Austriebs um ein Drittel ein, damit sie buschig und kompakt wachsen.

Blüten auf dem Butterbrot

Bei manchen Kräutern sind auch die Blüten interessant. Von Borretsch, Schnittlauch oder der Kapuzinerkresse kannst du nicht nur die frischen, aromatischen Blätter, sondern auch die bunten Blüten verwenden. Sie bilden eine hübsche und essbare Deko für Aufstriche, Salate und warme Speisen. Ausprobieren lohnt sich!

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Endlich frische Kräuter ernten!

Damit die wertvollen Inhaltsstoffe der Kräuter auch nach der Ernte möglichst lange erhalten bleiben, gilt es einige Tricks zu beachten: Blätter oder Zweige erntest du am besten, bevor die Kräuter blühen und ihre Kraft in die Blüten schicken. An sonnigen Tagen und in den späten Vormittagsstunden enthalten die Pflanzenteile der Kräuter die höchste Menge an Inhaltsstoffen, am Nachmittag nimmt der Gehalt langsam ab. Auch bei regnerischem Wetter sind die Inhaltsstoffe weniger intensiv.

Achte beim Ernten darauf, nicht nur einzelne Blättchen abzuzupfen, sondern ganze Zweige oder Triebspitzen – bei halb verholzenden Kräutern wie Rosmarin, Thymian, und Salbei, genauso aber auch bei zarten, weichen Kräutern wie Dill, Kerbel, und Basilikum.

So wirkt die Ernte für die Pflanzen wie ein regelmäßiger Rückschnitt, der zu frischem Austrieb anregt und den Wuchs buschig und kompakt hält. Außerdem bringst du Licht, Luft und Sonne in die Pflanze und verhinderst, dass sie von innen her verkahlt.

Das Aroma einfangen

Fast alle Kräuter kannst du trocknen oder tiefkühlen, damit du auch in der kalten Jahreszeit immer frische Würze zur Hand hast.

Zum Trocknen bündelst du die abgeschnittenen Kräuter und hängst sie kopfüber an einen warmen und schattigen Ort. Auch nachts sollte es hier warm und trocken bleiben. Erst wenn die Kräuter bei Berührung rascheln, sind sie fertig und lassen sich in Kunststoffdosen oder dunklen Gläsern über lange Zeit aufbewahren. Wenn es nicht unbedingt sein muss, verzichte auf das Waschen der Kräuter vor dem Trocknen, die Nässe verlängert die Trocknungszeit und wertvolle Inhaltsstoffe gehen dabei verloren.

Eine praktische Sache beim Kochen und ein nettes Mitbringsel sind Kräutersalze. Dafür mischt du einen Teil getrocknete und im Mörser fein geriebene Kräuter mit drei bis vier Teilen Salz und füllst die Mischung in hübsche Gläser, die sich gut verschließen lassen.

Kräuter im Winter schützen

Einen Winterschutz brauchen vor allem Gewürzkräuter aus dem Süden. Du schützt sie am besten mit Fichtenzweigen, Vlies oder Jutesäcken. Frostempfindliche Arten wie Rosmarin überwintern im Topf auf dem Fensterbrett.

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