Igel füttern

Igel sind auf zusätzliches Futter von uns Menschen prinzipiell nicht angewiesen. Für die stacheligen Tiere gibt es in der Natur genügend Nahrungsangebote. Den Tieren ein Winterquartier zur Verfügung stellen, ist meistens völlig ausreichend. Nur in manchen Situationen, wenn sie sich zu wenig Gewicht für das Überwintern angefuttert haben oder krank sind, benötige sie Hilfe.

Wann sollte man Igel zusätzlich füttern?

Wenn du im Spätherbst einen Igel herumlaufen siehst, dann könnte es sein, dass er sich zu wenig Fett angefuttert hat. Junge Igel sollten 600 g auf die Waage bringen und ausgewachsene Igel ca. 1000 g. Das Gewicht ist natürlich optisch schwer zu schätzen. Daher schau dir den Gartenbewohner genau an, ob er abgemagert oder gut gefüttert aussieht.

Falls du dir unsicher bist, dann kannst du ihn mit zusätzlichem Futter unterstützen. Wirkt er kränklich, so bringe ihn zu einem Tierarzt oder in eine Igelauffangstation in deiner Nähe, damit ihm fachgerecht geholfen wird.

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Speisekarte für Igel

Natürliche Futterquellen für Igel sind Regenwürmer, Spinnen oder Schnecken. Du musst jetzt nicht im Garten nach diesen Tieren suchen. Im Winter wirst du sie kaum finden, höchstens Spinnen im Keller. Daher kannst du den Igeln auch Katzen- oder Hundefutter aus der Dose, bitte ohne Soße, verfüttern. Hundefutter hat weniger Eiweiß, daher ist Katzenfutter zu bevorzugen.

Igel lieben und brauchen Abwechslung im Speiseplan. Füttere daher nicht täglich Dosenfutter.

Du darfst deinem Gartenbewohner auch abgebratenes Faschiertes geben. Was du auf keinen Fall tun sollst, ist das Fleisch würzen, denn das vertragen die kleinen stacheligen Tiere überhaupt nicht und werden davon krank. Du kannst zum Faschierten ein gekochtes Ei oder Eierspeis mit Pflanzenöl sowie ein wenig Haferflocken oder Weizenkleie dazu geben. Fertig ist die „Gourmet-Speise“.

Auch gekochtes, klein geschnittenes Hühnerfleisch schmeckt ihnen ausgezeichnet. Eine Portion sollte ca. 150 g wiegen. Serviert wird in Metallschalen, denn diese sind leicht zu reinigen.

Sauberkeit ist oberstes Gebot, wenn du ihnen etwas Gutes tun willst. Daher tausche die Teller täglich aus, auch wenn sich noch Nahrung darauf befindet. Du willst mit dem Futter sicher keine Mäuse, Ratten und andere Tierchen anlocken.

Biete dem Igel das Essen am besten abends, mit Beginn der Dämmerung an.

Alle anderen Lebensmittel, wie Obst, Salat, Gemüse oder Nüsse solltest du Igeln nicht zur Verfügung stellen. Süßes ist für sie genauso schädlich wie Gewürztes. Milchprodukte, wie Käse, Joghurt oder Topfen darfst du ihnen auf keinen Fall verfüttern!

Getränkekarte für Igel

Dass man Igeln keine Milch zum Trinken anbietet, hat sich mittlerweilen schon herumgesprochen. Sie bekommen von Milch Durchfall und können daran sterben.

Was kann man ihnen sonst zum Trinken anbieten? Nur Wasser! Stelle neben die Futterschale eine Schale mit lauwarmem Trinkwasser.

Winterquartier für den stacheligen Gesellen

Als Unterschlupf nutzen Igel neben Laub- und Reisighaufen auch Hecken, Hohlräume, Gartenhäuschen, Steinhaufen, Baumstümpfe, dichtes Gebüsch oder Komposthaufen sowie alte Baumwurzeln. Wer mag, kann zusätzlich auch ein Igelhäuschen aufstellen.

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Der Igel unterbricht seinen Winterschlaf

Von kurzen Unterbrechungen abgesehen, verschlafen Igel die kalte Jahreszeit bis in den März oder April. Manchmal kann es schon sein, dass ein Igel im Winter im Garten herumirrt. Vielleicht plagt ihn der Hunger, weil er sich zu wenig angefuttert hat. Das muss dich nicht beunruhigen.

Wenn bereits eine dicke Schneedecke liegt oder es Minusgrade hat, dann hat der kleine Gartenbewohner keine Chance in der Natur Nahrung zu finden. Du kannst ihm dann gerne ein bisschen Futter zur Verfügung stellen, damit er seinen Winterschlaf fortsetzen kann.

Würdest du Igel den ganzen Winter mit Futter versorgen, so haben sie es im kommenden Frühjahr schwer, sich in einem neuen fremden Revier zurechtzufinden und sich gegen Artgenossen durchzusetzen. Denn der Igel ist ein Wildtier und sollte nach Möglichkeit auch so behandelt werden.

Der Winterschlaf eines Igels ist Anfang Mai endgültig vorbei. Für gewöhnlich findet er wieder genug Nahrung in der Natur. Außer es ist von Frühlingstemperaturen noch immer nichts zu spüren und der Boden ist sogar noch leicht gefroren. Dann kannst du ihn anfangs mit zusätzlicher Nahrung wieder unterstützen.

Ist er gesättigt und kräftig, dann verlässt er sein Winterquartier (Laubhaufen oder Igelhäuschen). Mit etwas Glück wird er, oder ein anderer Igel, im Herbst wieder kommen, um im Garten zu überwintern.

Rezepte für Igelfutter

Gib Igeln das Futter und Wasser nur zimmerwarm. Heiße, warme oder kalte Nahrungsmitteln machen die stacheligen Tiere krank.

Hier haben wir drei unterschiedliche Rezepte für dich:

  1. 100 g Hühnerfleisch kochen, auskühlen lassen und anschließend sehr klein schneiden. Gib je 1 Esslöffel Haferflocken und Weizenkleie mit 1 Teelöffel Pflanzenöl dazu.
  2. Wenig Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen und 1 Ei einrühren. Mische die Eierspeis mit 1 Esslöffel Haferflocken.
  3. 50 – 60 g Faschiertes in wenig Pflanzenöl anbraten und mit 1 Esslöffel Weizenkleie mischen.
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