Blütenpracht ohne Gießaufwand

Wo die Sonne glüht und der Boden das Wasser schlecht hält, ist es nicht möglich, eine Rabatte aus Prachtstauden zu pflanzen. Aber auch wenn die heißen und trockenen Wetterphasen in Österreich zunehmen: Du kannst aus der Not eine Tugend machen und Kiesbeete oder Steingärten anlegen.

So legst du ein Kiesbeet an

Eine Gestaltung aus Blumen, Kräutern und Gräsern zwischen Kies sieht toll aus und gelingt ganz einfach. Damit auch die schöne Kiesoberfläche noch zu sehen ist, solltest du dabei nicht zu dicht pflanzen, 1 bis 3 Pflanzen pro m² reichen völlig aus.

Zuerst musst du den Oberboden mit Sand, Splitt oder Schotter abmagern, damit er durchlässiger wird. Denn Staunässe bedeutet den Tod für jede trockenheitsliebende Pflanze. Ist der Boden fertig vorbereitet, legst du die Pflanzen aus, überlegst, gruppierst und pflanzt sie ein. Zum Schluss deckst du die gesamte Fläche mit gewaschenem Kies ohne Feinanteil etwa 5 bis 10 cm dick ab. Wenn du möchtest, setzt du dazwischen größere Solitärsteine und verwendest bei der Abdeckung verschiedene Kiesgrößen, sodass unterschiedliche Flächen ineinander laufen. Das wirkt natürlicher. Laub und Unkraut musst du von deinem Kiesbeet laufend entfernen, da es sonst mit der Zeit verwächst.

Eine Pflanzenauswahl für dein Kiesbeet: Blausternbusch (Röhrenstern), Färberkamille, Garten-Bergenie (Riesen-Steinbrech), Spornblume, Kugeldistel, Lavendel ‚Hidcote Blue‘, Steppensalbei.

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Dickfleischige und genügsame Hungerkünstler

Für deinen Steingarten gibt es kleine Trockenheitskünstler, die aus dem Gebirge oder aus Steppen stammen, wo die Böden humusarm sind. Die heimische Küchenschelle mit ihren violetten Glockenblüten und büscheligen, fedrigen Samenständen etwa zählt dazu. Ihre behaarten Blätter verhindern eine rasche Verdunstung. Auch der silbrig-filzige Wollziest weiß sich so gegen Trockenheit zu schützen, genauso wie die genügsame Wiesenschafgarbe.

Am wenigsten Wasser brauchen dickblättrige Gewächse. Hauswurzen bilden Rosetten mit festen Blättern, in denen sie die Feuchtigkeit speichern. So können sie über Monate unter extremen Bedingungen überleben. Den spärlichen Regen saugen sie auf, um wieder lange Zeit davon zu zehren. Mit kleinen Kinder-Rosetten sorgen sie für ihr Überleben und breiten sich aus. Ähnlich robust sind die Fetten Hennen, zu denen der gelb blühende Mauerpfeffer gehört. Ob überhängend an steinigen Mauern oder kriechend im Kiesbeet – Hauswurzen und Fette Hennen gedeihen hier verlässlich.

Eine Trockensteinmauer legst du aus Natursteinen, ganz ohne Mörtel, an. Im lückenhaften Mauerwerk kannst du die Pflanzen ansiedeln und hast damit ein besonders schönes Gestaltungselement, das sich in deinen Garten einfügt.

Monsterpflanzen auf kargem Grund

Wenn du mit nur einer Pflanze trotz steinigem Boden und wenig Niederschlag auftrumpfen möchtest, haben wir für dich besondere Pflanzen ausgesucht:

Die zweijährige Königskerze wächst zunächst als große filzige Blattrosetten, aus der dann mittig und kerzengerade imposante Blütenstiele in den Himmel ragen. Durch Selbstaussaat vermehrt sie sich von Jahr zu Jahr und geht dann immer an anderen Stellen wieder auf. Sie ist deine Zufallspflanze der kommenden Jahre, ein Überraschungs-Sämling sozusagen!

Auch die Pracht- oder Präriekerze mit ihren überhängenden Blütentrauben ist riesig und ein unermüdlicher Dauerblüher für vollsonnige, trockene Gartenplätze. Dann gibt es noch die Elfenbeindistel, deren Blütenköpfe ihren silbrigen Glanz im Mondlicht verstärken, und die aromatisch duftende Blauraute – ein Halbstrauch. Sehr skurril, wie eine Skulptur, wächst der Küsten-Meerkohl – er wird alle Blicke auf sich ziehen.

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