Unser Schädlingslexikon

Wer kennt sie nicht, die Schädlinge? Sie können unserem Garten ganz schön zusetzen. Ob kaputtes Obst, angefressene Blütenblätter oder Rosen voller kleiner Läuse. Damit du eventuelle Schädlinge in deinem Garten gleich erkennen kannst haben wir dir die häufigsten Schädlinge und ihr Schadbild in unserem Lexikon zusammengefasst.

Apfelwickler auf einem Apfelstück - © GettyImages
Schadbild eines Apfelwicklers in einem roten Apfel - © GettyImages

Apfelwickler (Cydia pomonella) / Obstmade

Schaden: Die Larven des Apfelwicklers bohren sich in das Fruchtfleisch und nagen am Kerngehäuse.

Die Schädlinge hinterlassen am Obst ein kleines Bohrloch und verunreinigen das Kerngehäuse mit Kot. Zudem fallen notreife Früchte frühzeitig ab. Vor allem Apfel, Walnüsse, Birnen und Marillen sind sehr beliebt.

Lebensraum: in der Frucht bzw. unter der Rinde von Apfel, Birne, Quitte, Marille, Pfirsich, Zwetschke, Kirschen, Weißdorn, Esskastanie und Walnuss

Aussehen: Die Larven schlüpfen aus silbrig glänzenden Eiern, die an Blättern und Früchten abgelegt wurden. Sie haben einen braunen Kopf und einen gelb-weißlichen bis rötlichen Körper. Die erwachsenen Exemplare besitzen bleigraue Vorderflügel. Nahe der Flügelspitze sitzt ein dunkel-goldener Augenfleck.

   

Was hilft: Von Jänner bis April sollten Bäume immer wieder auf verpuppte Apfelwickler-Larven untersucht werden. Befallene Äpfel sollten frühzeitig entsorgt werden. Von Juli bis September können Fangringe aus Wellpappe am Stamm angelegt werden.

Unser Tipp: Das Abbürsten von Baumstämmen mit einer harten Bürste lockert die Borke. So kommen die Apfelwickler zum Vorschein, die unter den Borkenschuppen überwintern.

© GettyImages
© GettyImages

Asiatischer Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis)

Schaden: Trockene Blätter, Blattverlust und Kahlfraß beim Buchsbaum sind Anzeichen für einen Buchsbaumzünsler.

Versteckt im Zentrum der Pflanzen fressen sich die Larven dieses Schädlings zunächst durch die unteren Äste und arbeiten sich zum Äußeren der Pflanze vor. Sie hinterlassen viele helle Kotkrümel und kleine Gespinstnester, die sich über den ganzen Buchsbaum ausbreiten können. Die Jungraupen betreiben zunächst einen Schabefraß an der Blattunterseite, der sich bald zu einem Fensterfraß verwandelt.

Lebensraum: versteckt im Inneren des Buchsbaums

Aussehen: Die Larven sind hell- bis dunkelgrün und besitzen (grün-)schwarze oder weiße Punkte. Sie sind ungefähr 5 cm lang. Die erwachsenen Falter sind weiß mit braunen Außenrändern. Ihre Flügelspannweite beträgt 4,0 bis 4,5 cm.

   

Was hilft: Haben die Raupen noch nicht überhand genommen, lassen sie sich einfach einsammeln. Gut verschlossen in einem Plastiksackerl, können sie im Restmüll entsorgt werden. Die Gespinste können herausgeschnitten werden. Fallen mit Pheromon-Lockstoffen locken die männlichen Buchsbaumzünsler-Falter an. Sie bleiben am Leimboden kleben, das Weibchen kann nicht mehr befruchtet werden und die Nachkommen bleiben aus.

Unser Tipp: Eine Paste aus Urgesteinsmehl und Wasser erschwert die Eiablage und verklebt die Fresswerkzeuge der Raupen. Bacillus thuringiensis-Präparate wirken schnell und sind absolut biologisch.

© GettyImages
© GettyImages

Blattlaus (Aphidoidea)

Schaden: Blattläuse saugen an der Pflanze, angestochene Blätter rollen sich ein.

Zudem sind die Blattläuse auch mit bloßem Auge zu sehen, da sie sich in Kolonien auf der Pflanze sammeln. Das ausgeschiedene, zuckerhaltige Stoffwechselprodukt wird auch Honigtau genannt. Dieser schädigt zusätzlich die Pflanze, da sich darauf Pilze ansiedeln können.

Lebensraum: Zier-, Gemüse- und Obstpflanzen, vor allem junge Pflanzentriebe und Knospen

Aussehen: Die Blattlaus ist nur wenige mm groß, hat einen ovalen Körper und sechs Beine. Jenach Art sind Blattläuse gelb, grün, rot- oder schwarzbraun gefärbt. Die Larven werden meist lebend geboren und sind kleiner als die erwachsenen Stadien.

  

Was hilft: Als Präventionsmaßnahme können Nützlinge im Garten angesiedelt werden. Dazu zählen Florfliegen, Marienkäfer, Schlupfwespen und Schwebfliegen. Sind vereinzelt Bäume oder Sträucher befallen, können die Läuse mit einem starken Wasserstrahl abgewaschen werden. Flugunfähige Blattläuse sind in ihrem Verbreitungsradius sehr eingeschränkt, geflügelte Stadien können auch neue Pflanzen befallen. Stark befallene Triebspitzen werden am besten mitsamt den Schädlingen entsorgt.

Unser Tipp: Brennnesselsud stärkt lausanfällige Pflanzen. Eine schnelle Lösung ist der Brennnessselspray von Immergrün. Der Einsatz von Florfliegenlarven (sind mittels Nützlingskarte im Lagerhaus zu erwerben) kann sich lohnen.

© GettyImages
© GettyImages

Dickmaulrüssler (Otiorhynchus)

Schaden: Der Dickmaulrüssler hinterlässt einen Buchtenfraß am Rand der Blätter.

Die Käfer sind nachtaktiv. Unter der Erde machen sich die Larven über die Feinwurzeln der Pflanzen, Knollen und Rhizome her. Die Pflanzen verwelken, da sie sich zu den dickeren Wurzeln und später auch zum Wurzelhalsbereich vorarbeiten.

Lebensraum: Gehölze mit dickeren Blättern, Rhododendren, Kirschenlorbeeren, Rosen, Erdbeeren und Kübelpflanzen

Aussehen: Die Larven sind zunächst gelblich-weiß gefärbt und besitzen eine braune Kopfkapsel. Sie sind bauchwärts gekrümmt. Die Erwachsenen sind ca.1 bis 1,4 cm groß und besitzen eine länglich-ovale Form. Sie sind dunkelgrau bis braun gefärbt mit helleren Sprenkelungen am Rücken.

 

Was hilft: Bei leichtem Befall können die Dickmaulrüssler in der Nacht eingesammelt werden. Das ist gar nicht so leicht, da sie sich bei der kleinsten Bewegung zu Boden fallen lassen und sich totstellen.

Unser Tipp: Mit der Immergrün-Nützlingskarte können Nematoden im Lagerhaus bestellt werden. Einmal im Boden ausgebracht, suchen sie sich aktiv die Larven des Dickmaulrüsslers als Mahlzeit und parasitieren diese.

© GettyImages
© GettyImages

Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea)

Schaden: Die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners fressen austreibende Knospen und junge Blätter von Eichen.

Bei älteren Blättern bleiben oft nur die Mittelrippen, ein Befall kann bis zum Kahlfraß führen.

Lebensraum: diverse Eichen, bei Nahrungsmangel auch andere Laubbäume

Aussehen: Die Raupen sind 20 bis 30 mm groß, schwarzgrau-bläulich gefärbt und haben einen dunklen Kopf. Der Falter besitzt eine Flügelspannweite von 25 bis 35 mm. Die Vorderflügel sind gelbbraun bis graubraun gefärbt, mit drei schwarzgrauen Querlinien. Die Hinterflügel sind gelblich bis weißgrau gefärbt, Männchen haben einen zusätzlichen dunklen Querstreifen.

 

Besonderheit: In der Nacht wandern die Raupen in einer prozessionsartigen Linienformation zu ihren Fressplätzen – so sind sie zu ihrem Namen gekommen.

Achtung: Raupenhaare sind sehr brüchig und werden leicht vom Wind verweht. Durch Berührung oder durch das Einatmen kann es zu Reizungen der Atemwege oder zu allergischen Reaktionen kommen. Gerade beim Beseitigen der Nester besteht die Gefahr, dass es zu einem Hautkontakt kommt. Aus diesem Grund ist es ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

© GettyImages
© GettyImages

Engerlinge

Schaden: Engerlinge fressen an den Wurzeln verschiedener Pflanzen. „Engerling“ ist das Synonym für die Larven von Mai- und Juni- oder Gartenlaubkäfer.

Lebensraum: einige Zentimeter unter der Erde im Wurzelbereich der Pflanzen

Aussehen: von Art zu Art etwas unterschiedlich. Alle Arten haben eine braune Kopfkapsel, sechs Beine und einen weißlichen Körper. Sie werden bis zu 3,5 cm groß. Achtung: sie ähneln stark den Rosenkäferlarven. Der sichere Test um welche Larven es sich handelt: lege die Larve auf einen ebenen Untergrund, streckt sich die Larve und kriecht auf dem Rücken voran, hast du es mit keinem Engerling zutun. Das sind Rosenkäferlarven, denn Engerlinge bleiben in gekrümmter Haltung liegen. Im Komposthaufen sind Rosenkäferlarven sogar sehr nützlich!

  

Was hilft: Solange keine Wurzeln und Pflanzen beschädigt sind, ist das Umgraben des Bodens eine hilfreiche Präventionsmaßnahme. Die Larven mögen den gelockerten Boden nicht, nebenbei kann noch Unkraut entfernt werden. Stößt man beim Umgraben auf diese Schädlinge, so können sie einfach eingesammelt werden. Es lohnt sich, auch die natürlichen Feinde wie Spitzmäuse, Igel, Maulwurf und Vögel anzulocken.

Unser Tipp: Keine Zeit zum Umgraben? Nematoden übernehmen die Arbeit, indem sie die Engerlinge abtöten. Sie können ganz einfach mit der Immergrün-Nützlingskarte bestellt werden (Achtung: nur gegen Gartenlaubkäfer-Engerlinge verfügbar!).

© GettyImages
© GettyImages

Gespinstmotte (Yponomeutidae)

Schaden: Die Gespinstmotte kann ganze Triebe kahlfressen, letzten Endes kann dies zum Tod der Pflanze führen.

Bei Befall ist die Pflanze von einem Gespinst überzogen. Die Raupen dieses Schädlings fressen junge Triebe und Knospen, vor allem von Traubenkirschen, Weißdorn und Pappeln. Der Falter bevorzugt trockene, warme Witterung.

Lebensraum: verschiedenste Gehölze, Sträucher und Bäume

Aussehen: Die gelbgrüne Raupe besitzt schwarze Punkte auf dem Körper und einen schwarzen Kopf. Bei Lichteinfall erscheint ihr Körper leicht durchsichtig. Der Falter besitzt weißgraue Flügel mit schwarzen Punkten, die eine Spannweite von 2,5 cm erreichen. Die seitlich gefransten Vorderflügel besitzen schwarze Sprenkel, die Hinterflügel sind grau.

 

Was hilft: Gespinste, Raupen und Eigelege müssen frühzeitig entfernt und entsorgt werden. Bei einem Befall im Anfangsstadium empfiehlt es sich, die Pflanze mit einem kräftigen Wasserstrahl abzuspritzen. Natürliche Feinde sind Schlupfwespen und Raubwanzen.

Besonderheit: Es gibt eine Gespinstmotten-Art, die Pfaffenhütchen befällt. Deren Pflanzenteile enthalten einen hochwirksamen Giftstoff, der sogar für größere Wildtiere tödlich ist, nicht aber für die Pfaffenhütchen-Gespinstmotte.

© GettyImages

Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata)

Schaden: Käfer und Larven ernähren sich von den Blättern der Pflanzen.

Wenn sie besonders gefräßig sind, dann reicht das bis zur vollständigen Skelettierung der Pflanzenteile. Im Garten kann der Kartoffelkäfer großen Schaden anrichten. Die bevorzugten Pflanzen sind Stachel-Nachtschatten, Kartoffeln, Tomaten, Melanzani und Paprika.

Lebensraum: Nachtschattengewächse wie Kartoffeln, Paprika, Tomaten und Melanzani

Aussehen: Die Larven sind rotbraun, später gelb gefärbt, mit drei schwarzen Punkten auf dem Kopf und an der Seite. Die erwachsenen Käfer sind schwarz-gelb gestreift, die Flügeldecken zieren fünf dunkle Längsstreifen.

 

Was hilft: Bei einer überschaubaren Fläche empfiehlt es sich, die Pflanzen ab Mai auf Eigelege zu untersuchen. Meistens findet man sie auf der Blattunterseite. Die Eier sollten unbedingt im Restmüll entsorgt werden. Natürliche Feinde wie Kröten und Laufkäfer helfen, dass der Kartoffelkäfer erst gar nicht zum Problem wird. Brennnesseljauche stärkt die Pflanzen zusätzlich.

Unser Tipp: Im Nutzgarten können die Larven mit Urgesteinsmehl bestäubt werden, dies führt zu einer eingeschränkten Aktivität.

© GettyImages
© GettyImages

Kleine Frostspanner (Operophtera brumata)

Schaden: Die Spannerraupen fressen junge Blätter, Blüten, Knospen und deren Früchte an.

Sie können an Ziersträuchern und Obstbäumen großen Schaden anrichten. Bei befallenen Pflanzen weisen die Blüten und Blätter typische Fraßspuren auf. Auf Früchten findet man flache, löffelartige Aushöhlungen, sie können frühzeitig abfallen. In seltenen Fällen werden auch Gespinste gesponnen, diese schützen die Spanner beim Fressen.

Lebensraum: Laub- und Mischwälder, Gärten, Parks; Eiablage in den Baumkronen

Aussehen: Die Larven dieser Schädlinge sind bis zu 25 mm groß und haben eine braune bis grüne Färbung. Männchen sind graubraun, dunkelbraun oder blassgelb. Ihre Flügelspannweite beträgt ungefähr 25 mm. Die Flügel der Weibchen sind nur rudimentär ausgebildet, wodurch sie nicht flugfähig sind. Der weibliche Frostspanner ist dunkelbraun gefärbt mit gelbgrauen bis schwarz-gelben Sprenkeln.

  

Was hilft: Ende September können auf Obstbäumen Leimringe angebracht werden. Diese hindern die Weibchen daran, auf den Baum zu kriechen und ihre Eier abzulegen. Bäume überstehen einen gewissen Blattverlust ohne größeren Schaden.

Unser Tipp: Bacillus thuringiensis ist ein biologisches Fraßgift für die Raupen, das dem Baum nicht schadet. Pflanzenschutzmittel mit diesem Inhaltsstoff sind somit optimal.

Nacktschnecke mit Schneckeneiern
Nacktschnecken auf Salat

Nacktschnecke (Gastropoda)

Schaden: Nacktschnecken fressen Löcher am Blattrand oder in der Blattmitte.

Diese Schädlinge sind nachtaktiv, die getrocknete Schleimspur verrät sie jedoch am nächsten Tag. Stark geschwächte Pflanzen beginnen zu welken, zudem ist eine Sekundärinfektion durch Bakterien oder Pilze möglich.

Lebensraum: auf Pflanzen, im Boden; Überwinterung der Eier oder Tiere unter der Erde

Aussehen: Nacktschnecken werden 3 bis 18 cm lang. Sie besitzen dunkle Flecken auf heller Haut und sind meist rotbraun, grau-gelb oder schwarz gefärbt.

 

Was hilft: Damit Schnecken gar nicht erst zum Problem werden, lohnt es sich, deren natürliche Feinde wie Igel, Erdkröten und Tigerschnegel zu fördern. Im Herbst können die Schneckeneier gesammelt werden. Schneckenzaun, Schafwolle und Bio-Schneckenkorn erweisen sich als nützliche Helfer. Auch ein Hochbeet erschwert es den Nacktschnecken, zu ihrer Nahrung zu gelangen.

Unser Tipp: Die beste Zeit, um das Schneckenkorn im Garten zu verteilen, ist zeitig im Frühjahr. Zu diesem Zeitpunkt ist das Nahrungsangebot noch gering, so kann die Population deutlich verringert werden.

© GettyImages
© GettyImages

Schildläuse (Coccoidea)

Schildläuse (Coccoidea) sind eine Überfamilie, zu dieser zählen viele bekannte Lausarten wie z.B. die Familie der Schmierläuse und Wollläuse (Pseudococcidae). Allein in Mitteleuropa sind 100 Arten dieser Pflanzensauger vertreten.

Schaden: Schildläuse schwächen die Pflanzen, der von manchen Arten abgeschiedene Honigtau fördert zusätzlich den Befall durch Rußtaupilze.

Fleckige, gelbe Blätter und frühzeitiger Blattverlust sind Anzeichen, dass eine Schildlaus am Werk ist. Manche Arten sondern zusätzlich noch einen Giftstoff ab, wodurch es frühzeitig zum Gewebetod kommen kann. Vor allem Palmen, Ficus, Orchideen und Sukkulenten sind bei Schildläusen beliebte Pflanzen. Man findet man sie auch häufig auf Apfel-, Kirsch-, Zwetschken-, Birnbäumen sowie auf Beerensträuchern.

Lebensraum: meist auf der Blattunterseite, besonders bei Orchideen, Palmen, Ficus und Oleander

Aussehen: Je nach Art unterschiedlich. Die Larven sind gelblich-grün bis braun gefärbt. Die Männchen sind flugfähig und leben meist nur sehr kurz. Weibchen haben weder Beine noch Flügel. Sie besitzen ein wachsartiges Rückenschild, das je nach Art flach oder hochgewölbt ist. Manche Arten bilden auch einen wollig-weißen, länglichen Eisack aus.

 

Was hilft: Als Präventionsmaßnahme im Garten ist bei Obstgehölzen eine entsprechende Rindenpflege mit Austriebsspritzmitteln durchzuführen. Natürliche Feinde sind Schlupfwespen, Marienkäfer und Ohrwürmer. Sie helfen die Schädlinge in Schach zu halten. Bei leichtem Befall reicht es, die Pflanze mit einem kräftigen Wasserstrahl abzuspritzen.

Unser Tipp: Ein selbstgemachter Brennnesselsud stärkt lausanfällige Pflanzen. Muss es schnell gehen, ist der Immergrün Brennnesselspray die optimale Lösung.

Spinnmilbe
© GettyImages

Spinnmilben (Tetranychidae)

Schaden: Die Blätter verfärben sich hellgrün bis mattgrün und weisen gelblich-weiß gesprenkelte Blattflecken auf.

Außerdem können sich die Blätter einrollen, vertrocknen und schließlich absterben. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man feine Gespinste an Blättern und Trieben. Spinnmilben saugen an der Pflanze und nehmen dabei den Pflanzensaft aus. Bei trockener Witterung vermehren sie sich rasant.

Lebensraum: in der Nähe von Brennnesseln, Erdbeeren, Bohnen und Gurken

Aussehen: Spinnmilben werden bis zu 0,5 mm groß, wobei die Männchen meist kleiner sind. Je nach Art und Geschlecht sind sie hellgelb, gelbgrün, gelborange oder rot bis rotbraun gefärbt.

 

Was hilft: Als Prävention hilft es, die Pflanzen immer leicht feucht zu halten. Wird bei Pflanzen ein Spinnmilbenbefall festgestellt, sollten alle befallenen Teile entfernt und die Pflanze gründlich mit Wasser abgespritzt werden.

Unser Tipp: Ein natürlicher Feind dieser Schädlinge ist die Raubmilbe, die mittels Nützlingskarte im Lagerhaus bestellt werden kann.

Trauermücke
© GettyImages

Trauermücke (Sciaridae)

Schaden: Versteckt unter der Erde fressen die Larven der Trauermücke Pflanzengewebe, Wurzeln und Keimlinge.

Ausgewachsene Pflanzen überstehen einen Trauermückenbefall problemlos. Es besteht jedoch die Gefahr einer Infektion mit Fäulnisbakterien und Pilzen. An den Zimmerpflanzen findet man Schwärme kleiner, schwarzer Insekten, kaum größer als 2 bis 4 mm.

Lebensraum: feuchte Umgebung in Wäldern, Wiesen; Felder, Gärten und Zimmerpflanzen

Aussehen: Die Larven sind 6 bis 8 mm groß und glasig grau-weiß mit schwarzem Kopf. Die ausgewachsenen Tiere sind wenige Millimeter groß und haben einen schwarzen, schlanken Körperbau.

 

Was tun: Vorbeugend sollte auf großzügiges Gießen verzichtet werden, stattdessen sollte mehrmals die Woche ein bisschen Wasser zugeführt werden. Bei befallenen Zimmerpflanzen sollte vorerst aufs Gießen verzichtet werden, so kann der Topfballen kurzzeitig austrockenen. Mit Gelbtafeln kann der Befall reduziert werden.

Unser Tipp: SF-Nematoden sind wahre Nützlinge, da sie die Trauermücken parasitieren und somit töten.

© GettyImages
© GettyImages

Thripse (Thysanoptera)

Schaden: Helle, silbrig-weiße Blattflecken, deformierte Blätter und Früchte, verstreuter Blütenstaub.

Sowohl die Larven als auch die erwachsenen Thripse saugen am Zellsaft der Pflanze. Oft hinterlassen sie Kothäufchen, die wie kleine schwarze Punkte aussehen. Die betroffene Pflanze kann auch Wachstumsstörungen aufweisen.

Lebensraum: Gemüsebeet, Gewächshaus und Zimmerpflanzen

Aussehen: Die Larven sind orange, gelblich bis gelblich-weiß gefärbt. Innerhalb von 4 Wochen entwickeln sie sich zu einer neuen fortpflanzungsfähigen Generation. Die erwachsenen Thripse sind 1 bis 3 mm groß und dunkelbraun bis braunschwarz gefärbt. Manche Arten haben auf den schmalen, langen Flügen weiße Querstreifen.

 

Was tun: Eine trockene Umgebung führt zu einer rasanten Vermehrung der Thripse. Aus diesem Grund ist es ratsam, Zimmerpflanzen gelegentlich zu besprühen. Sollte eine Pflanze befallen werden, so hilft das Abduschen mit Seifenlauge. Zu den biologischen Maßnahmen gehören das Behandeln mit Brennnessel-Sud und das Ausbringen von Nützlingen wie Florfliegenlarven oder Raubmilben (bestellbar auf der Lagerhaus-Karte).

Besonderheit: Diese Schädlinge werden auch Gewittertierchen genannt, da sie vor allem an schwülen, warmen Tagen, kurz vor einem Gewitter, auftreten. Sie lassen sich mit dem Wind gerne auf andere Kulturen verwehen.

Mehr Nützlinge & Schädlinge

Buchsbaumzünsler© GettyImages
, ,

Buchsbaumzünsler biologisch bekämpfen

Buchsbäume sind elegante und dekorative Garten- und Heckenpflanzen. Leider sind die Pflanzen auch beim Buchsbaumzünsler sehr beliebt. Stärke daher den Buchs von Beginn an, damit der Zünsler keine Chance hat.
Tigerschnegel im Garten © GettyImages© GettyImages
, ,

Tigerschnegel - der Nützling im Garten

Tigerschnegel sind Nützlinge. Sie knabbern weder Erdbeeren noch Gurken an, diese Schneckenart frisst u.a. seine Artgenossen, die Nacktschnecken, auf.
© GettyImages© GettyImages
, ,

Blattläusealarm

Blattläuse befallen Blumen, Kräuter, Obstbäume und Gemüse. Fast keine Pflanze ist vor ihnen sicher. Mach deine Pflanze stark, damit sie einen Lausbefall abwehren kann. Sind sie schon da, dann bekämpfe sie mit natürlichen Mitteln. Wir zeigen dir wie’s geht.
Buchsbaumzünsler© GettyImages
, ,

Buchsbaumzünsler biologisch bekämpfen

Buchsbäume sind elegante und dekorative Garten- und Heckenpflanzen. Leider sind die Pflanzen auch beim Buchsbaumzünsler sehr beliebt. Stärke daher den Buchs von Beginn an, damit der Zünsler keine Chance hat.
Tigerschnegel im Garten © GettyImages© GettyImages
, ,

Tigerschnegel - der Nützling im Garten

Tigerschnegel sind Nützlinge. Sie knabbern weder Erdbeeren noch Gurken an, diese Schneckenart frisst u.a. seine Artgenossen, die Nacktschnecken, auf.
© GettyImages© GettyImages
, ,

Blattläusealarm

Blattläuse befallen Blumen, Kräuter, Obstbäume und Gemüse. Fast keine Pflanze ist vor ihnen sicher. Mach deine Pflanze stark, damit sie einen Lausbefall abwehren kann. Sind sie schon da, dann bekämpfe sie mit natürlichen Mitteln. Wir zeigen dir wie’s geht.